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01.03.2016

17:18 Uhr

Digitalisierung

Strengere Vorgaben für die Arbeitswelt 4.0

VonFrank Specht

PremiumDie Arbeitnehmer sollen im digitalen Zeitalter nicht unter die Räder kommen. Nahles will daher die Arbeitswelt 4.0 regulieren. Und bekommt dafür Munition von einer Studie, die auch Vorteile für die Wirtschaft sieht.

SW Film, "Moderne Zeiten" picture alliance

Charlie Chaplin im Film „Moderne Zeiten“: Die Arbeitsbedingungen verändern sich im Zeitalter der Digitalisierung.

BerlinDas Bild aus „Moderne Zeiten“ wurde zum Symbol für die Umbrüche in der Industriegesellschaft: die gewaltigen Zahnräder der Maschine, die Charlie Chaplin zu zermalmen drohen. Auch heute steht die Arbeitswelt vor grundlegenden Veränderungen. Nur dass es statt des Zahnrads ein Algorithmus ist, der sich die Menschen untertan machen könnte.

Bis Ende kommenden Jahres will Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ausloten, was der Gesetzgeber tun muss, damit Arbeitnehmer im digitalen Zeitalter nicht unter die Räder kommen. Eine im Auftrag des Ministeriums erstellte Studie des Instituts für Innovation und Technik wagt deshalb nun einen Blick in die Zukunft.

Der Weg zur Industrie 4.0

1. Industrielle Revolution

Alles begann mit der Dampfmaschine. Sie gab der Industrialisierung den entscheidenden Schub. In den Fabriken war man plötzlich weniger abhängig von menschlicher Muskelkraft. Mechanische Produktionsanlagen fertigten Waren schneller und in größerer Stückzahl als bisher. Als Stichtag gilt der erste mechanische Webstuhl in einer Fabrik im Jahr 1784.

2. Industrielle Revolution

Auf diese erste industrielle Revolution folgten weitere Entwicklungssprünge, jeder ausgelöst durch technologische Fortschritte. So ermöglichte die elektrische Energie Anfang des 20. Jahrhunderts die arbeitsteilige Massenproduktion. Im Jahr 1870 liefen die ersten Fließbänder in den Schlachthöfen von Cincinnati an.

3. Industrielle Revolution

Zu Beginn der 1970er-Jahre zogen Elektronik und Informationstechnologien in die Fabriken ein und sorgten für eine Automatisierung der Produktionsprozesse. Maschinen übernahmen Arbeitsschritte, die zuvor per Hand erledigt worden waren. In dieser dritten Phase des Industrialisierungsprozesses befinden wir uns auch heute noch – und stehen an der Schwelle zur Industrie 4.0.

4. Industrielle Revolution

Die sogenannte Industrie 4.0 steht noch ganz am Anfang und besteht bisher vor allem aus Visionen. Angestoßen wird diese vierte Stufe der industriellen Revolution wieder durch technologischen Fortschritt: Die gesamte Produktionslogik wandelt sich, in der Industrie 4.0 verschmelzen die physikalische und virtuelle Welt. Am Ende steht die vernetzte Fabrik und eine zunehmend autonome Produktions- und Logistikkette, mit Maschinen, Geräten und Produkten, die scheinbar selbstständig arbeiten.

„Die Digitalisierung wird zunehmend...

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