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24.05.2017

12:30 Uhr

DIHK-Präsident über Investitionen

Ein Zukunftssignal an die Bürger

VonEric Schweitzer

PremiumDie deutsche Konjunktur brummt, doch für vieles fehlt das Geld. Die neue Bundesregierung muss einen Investitionsvertrag schließen, fordert der DIHK-Präsident. Es wäre mehr als gute Wirtschaftspolitik. Ein Gastbeitrag.

Eric Schweitzer ist Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Foto: picture alliance dpa [M] picture alliance /dpa

Der Autor

Eric Schweitzer ist Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).

Foto: picture alliance dpa [M]

In einem halben Jahr wählen wir einen neuen Bundestag, der auch die Weichen für die zukünftige Wirtschaftspolitik stellt. Dabei stehen aus Unternehmenssicht viele Themen auf der Agenda: Der zunehmende Fachkräftemangel, die unzureichende Breitbandversorgung oder die engmaschigere Regulierungsdichte sind nur einige Beispiele. Hinzu kommen weltwirtschaftliche Unsicherheiten, Krisen und ein neuer Protektionismus. Unter dem Strich ist trotz ordentlicher Konjunktur eine größere Zurückhaltung bei Investitionen die Folge.

In den letzten zehn Jahren sind nur rund 18 Prozent der Wirtschaftskraft in private Investitionen geflossen – in den 90er-Jahren waren es noch über 20 Prozent. Und öffentliche Investitionen machen ohnehin gerade einmal zwei Prozent der Wirtschaftsleistung aus und...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

24.05.2017, 17:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Schweitzer,

Sie beklagen eine Zurückhaltung bei den Investitionen. Ich tue mich schwer, die Gründe dafür zu finden. Sind unsere Firmen international nicht wettbewerbsfähig genug? Dem Exportweltmeister die Wettbewerbsfähigkeit abzusprechen, fällt mir schwer. Und neuerdings haben wir sogar China überholt und sind nun auch Weltmeister im Exportüberschuß. Also die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen ist nicht nur gut, sondern herausragend.

Dass die deutschen Firmen gleichzeitig prächtig verdienen, zeigt ein Blick auf die Börse. Der DAX und die Nebenwerteindices eilen von Allzeit-Hoch zu Allzeit-Hoch. Und nach den Umfragen des Ifo-Instituts ist auch die Stimmung in den Chef-Etagen auf einem langjährigen Hoch.

Vielleicht liegt des Rätsels Lösung bei der Globalisierung. Wie Sie wissen gibt es mannigfache Gründe, warum unsere Firmen in sehr vielen Ländern Produktionsstätten aufgebaut haben und dadurch zu Multis geworden sind. Ein guter Teil der Investitionen fließt heute in ausländische Werke. Deshalb wundere ich mich nicht darüber, wenn die Investitionsquote ein klein wenig unter dem Niveau früherer Jahrzehnte liegt.

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