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30.05.2016

16:05 Uhr

DIW-Chef Marcel Fratzscher

Die soziale Marktwirtschaft ist unfair und gefährdet

VonMarcel Fratzsche

PremiumDie soziale Marktwirtschaft steckt in einer tiefen Krise, die Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft wächst. Der Staat verteilt zwar viel um, aber oft wenig zielgenau. Ein Gastbeitrag von des DIW-Chefs.

Die Chancenungleichheit in Deutschland wächst. picture alliance/dpa

Obdachlose in Berlin

Die Chancenungleichheit in Deutschland wächst.

„In Deutschland geht es fair zu“, sagt Finanzminister Schäuble. Die Steuerquote sei in Ordnung, das Bildungssystem besser ausgebaut und die jungen Menschen hätten es leichter als früher. Viele werden die Botschaft gerne hören. Besonders die, die meinem Urteil, die deutsche Wirtschafts- und Sozialpolitik sei an seinem Credo der Sozialen Marktwirtschaft gescheitert, widersprechen.

Der Finanzminister sagt aber auch, die Ungleichheit sei „größer geworden“, der Kapitalismus neige zu Exzessen, was Korrekturen erfordere, er würde die Abgeltungssteuer lieber abschaffen, das Ringen mit der Ungleichheit sei eine beständige Aufgabe. Mit der Frage, ob unser Rentensystem Altersarmut verhindern kann, rückt ein weiteres Verteilungsthema in den...

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