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10.01.2017

10:40 Uhr

Energiewende

Das schleichendes Ende der Kohle

PremiumWeil Kraftwerksbetreiber fürchten, dass ein politisch verordneter Ausstieg das Ende der Kohleverstromung zusätzlich beschleunigt, verabschiedet Deutschland sich von dem umstrittenen Energieträger auch ganz ohne Plan.

Die Kohleverstromung ist einer der entscheidenden Schlüssel für die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Braun- und Steinkohlekraftwerke gehören zu den großen Treibhausgasemittenten. dpa

Kohlekraftwerk

Die Kohleverstromung ist einer der entscheidenden Schlüssel für die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Braun- und Steinkohlekraftwerke gehören zu den großen Treibhausgasemittenten.

BerlinDer Ausstieg aus der Nutzung von Kohle und Gas zur Stromproduktion geht mit Riesenschritten voran. Das belegen aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur. Allein 2016 registrierte die Bonner Behörde Stilllegungsanzeigen für 19 Kraftwerksblöcke mit einer installierten Leistung von 4.772 Megawatt (MW). Zur Einordnung: Der Wert entspricht der installierten Leistung von fünf Atomkraftwerken. Er lag deutlich über den Zahlen des Vorjahres: 2015 gingen bei der Netzagentur Stilllegungsanzeigen für 3.414 MW ein.

Damit wird die Politik von der Realität überholt. „Das Aus für die Kohle kommt von ganz allein, wir brauchen keine zusätzlichen Beschlüsse der Politik“, sagt ein Branchenmanager. Jüngste Berechnungen des Thinktanks...

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