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02.03.2017

06:00 Uhr

Flüchtlinge in Deutschland

Die große Ernüchterung

VonCorinna Nohn

Premium„Wir schaffen das“, versprach Bundeskanzlerin Merkel im Jahr 2015. Nun zeigt sich: Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt kommt nicht voran. Neue Zahlen zeigen, wie wenig Menschen bisher Jobs gefunden haben.

Dieses Ziel haben erst wenige, die in Deutschland Schutz suchten, erreicht. Friedhelm Loh Group

Vom Geflüchteten zum Facharbeiter

Dieses Ziel haben erst wenige, die in Deutschland Schutz suchten, erreicht.

DüsseldorfWenn seine deutschen Kollegen fertig sind mit den Aufgaben für die Berufsschule, dann sitzt Khaibar Fatehzada oft noch drei, vier Stunden am Schreibtisch. Diese bandwurmlangen deutschen Fachbegriffe erscheinen ihm bisweilen wie Mirakel - und sie sind doch sein großes Los. Der aus Afghanistan Geflüchtete absolviert gerade eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, im zweiten Lehrjahr beim hessischen Schaltschrankproduzenten Rittal. Anschließend will er noch besser Deutsch lernen und Mechatroniker werden, ein deutscher Facharbeiter. Khaibar Fatehzada ist einer von vielen, die in Deutschland Schutz suchten – und ein neues Zuhause, ein eigenständiges Leben. Er ist einer von wenigen, die das bisher...

Kommentare (3)

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Herr Lothar Bitschnau

02.03.2017, 09:25 Uhr

Der überwiegende Teil unserer Gesellschaft ist stolz darauf zu zeigen, wie viel und was wir arbeiten. Insbesondere Führungskräfte.
In anderen Regionen gibt es auch einen Stolz, zu zeigen, dass man nicht mehr arbeiten muss. Nicht besser oder schlechter, aber einfach anders.

Herr Werner r

02.03.2017, 10:02 Uhr

Ich betreue einen Flüchtling im Rahmen der VerA-Iniative, der eine Ausbildung zum Anlagenführer macht. Der Junge ist intelligent und macht gute Fortschritte, aber die Ausgangslage war sehr ungünstig: Praktisch keine Mathematikkenntnisse. Er wird die Ausbildung schaffen, er hat sich auch innerhalb der 6 Monate, in denen ich ihn betreue, schnell an unsere Kultur angepasst. Aber der Aufwand meinerseits ist groß; obwohl ich Rentner bin, kann ich nur eine Auszubildenden betreuen, ohne dass es zu einer Vollzeitbeschäftigung wird. Haben wir in Deutschland ausreichende Möglichkeiten einer individuellen Betreuung, ich glaube nicht.

Herr Hans Glück

02.03.2017, 11:43 Uhr

Da zeigt sich wieder, wie naiv unsere Manager sind. z.B. die Aussage von Herrn Zander "Die Probleme sind größer, die Qualifikation schlechter als gedacht" zeugt von Ahnungslosigkeit. Jeder normal Denkende hätte schon 2015 sagen können, das die entsprechende Qualifikation i.d.R. fehlt, da es in den Ländern aus denen die Flüchtlinge und Migranten kommen, keine entspechende Ausbildung oder Fabriken für höher qualifizierte Tätigkeiten gibt.

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