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22.05.2015

07:33 Uhr

GDL-Chef Claus Weselsky

Der Machtspieler

VonSimon Book, Dieter Fockenbrock, Frank Specht

PremiumClaus Weselsky hat mit der Schlichtung noch nichts erreicht. Der GDL-Chef verfolgt einen größeren Plan. Dafür kämpft er an vier Fronten gleichzeitig: gegen die Bahn, die Politik sowie andere Gewerkschafter – und gegen sich selbst.

Mit jedem Tag, an dem die Züge nicht fahren, stellt sich die Frage, wer dieser Mann eigentlich ist. Ein Held der Arbeiterbewegung oder der letzte aufrechte Gewerkschafter? HB

Claus Weselsky

Mit jedem Tag, an dem die Züge nicht fahren, stellt sich die Frage, wer dieser Mann eigentlich ist. Ein Held der Arbeiterbewegung oder der letzte aufrechte Gewerkschafter?

Düsseldorf, BerlinEs ist drei Uhr am Donnerstagmorgen, als Claus Weselsky das Land endlich erlöst. Seit wenigen Minuten sind die Gespräche des GDL-Chefs mit Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber beendet. Die Runde ist sich einig: Zwischen Bahn und GDL wird es ein Schlichtungsverfahren geben. Noch am selben Tag wird der Streik der Lokomotivführer ausgesetzt, ab dem 27. Mai gilt die Friedenspflicht.

Die Bahn-Delegation verabschiedet sich erleichtert ins Bett. Weselsky greift zum Telefon, um den Streik abzublasen. Erst um 5 Uhr morgens kommt der 56-Jährige schließlich zur Ruhe – mit einem Triumphgefühl. Er geht in dieser Nacht als Sieger aus dem Raum. Er...

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