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11.01.2017

15:06 Uhr

Grünen im Wahljahr

Vier Ponys und kein Zugpferd

VonThomas Sigmund

PremiumBei den Grünen geben „Angry Old Man“ Trittin und Gegenspieler Kretschmann den Ton an. Die vier möglichen Kanzlerkandidaten sind Leichtgewichte. Vor der Bundestagswahl muss sich die Partei schnell sortieren. Eine Analyse.

Grünen-Politiker Habeck, Göring-Eckardt, Anton Hofreiter und Özdemir. dpa

Anwärter auf die Spitzenkandidatur

Grünen-Politiker Habeck, Göring-Eckardt, Anton Hofreiter und Özdemir.

Die Grünen haben einen klassischen Fehlstart ins Wahljahr hingelegt. Ihre Parteivorsitzende Simone Peter brach offenbar noch im Silvestertaumel eine völlig unnötige Debatte über das Verhalten der Polizei auf der Kölner Domplatte los. Am Wochenende gab es eine Forderung aus der dritten Reihe, Pflegebedürftigen Sex mit Prostituierten zu bezahlen – wohlgemerkt aus der Staatskasse.

Dabei ging vollkommen unter, dass sich die Öko-Partei in der Schlussphase ihrer Aufstellung der beiden Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl befindet. Die Partei will in alter Tradition ihr Spitzenpersonal per Mitgliederentscheid ermitteln. Dabei bewerben sich vier Kandidaten um zwei Plätze. Der ganze Zirkus zeigt: Die Partei hat vier Ponys...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

11.01.2017, 17:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Sigmund,

"Leichtgewichte" nennen Sie die 4 Kandidaten für eine Spitzenkandidatur. Ist es wirklich nur das? Oder leben die Herrschaften vielleicht in einer ganz anderen Welt?

In der heutigen Ausgabe Ihres Blattes findet sich ein Artikel "Grüne stellen eigenes Sicherheitskonzept vor". Kernpunkt ist, sämtliche Gefährder rund um die Uhr überwachen zu lassen: Entgegen den Aussagen der Sicherheitskräfte wird dies anscheinend für leicht möglich gehalten.

Und dann fragt man sich natürlich, um was Frau Göring-Eckardt sich tatsächlich sorgt. Vielleicht um Leib und Leben ihrer Mitbürger? Mitnichten. Der Dame geht es um das Wohl der Gefährder. Sie wendet sich dagegen, Gefährder generell in Haft zu nehmen (hat auch niemand verlangt). Aber der Gipfel ist wohl ihre Aussage, "einfach nur wegen eines harten Spruchs oder wegen der Gesinnung kann niemand eingesperrt werden". Die skizzierten Leute sind schon von vornherein keine Gefährder. Und es gibt auch niemand, der sie in Haft nehmen will. Sie dienen nur dazu, davon abzulenken, dass die Grünen bei der Bekämpfung von Terror und Kriminalität nichts im Sinn haben.

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