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28.02.2017

18:30 Uhr

Handelsblatt Business Monitor

Die Wirtschaft misstraut Schulz

VonKlaus Stratmann, Heike Anger

PremiumMartin Schulz verhilft der SPD zu einem Höhenflug. Doch seine Forderungen verschrecken die Unternehmer. Eine exklusive Umfrage unter Führungskräften zeigt, nach welcher Koalition sich die Wirtschaft sehnt.

Die Schulz-Euphorie wird durch Kritik aus der Wirtschaft getrübt. dpa

Martin Schulz und Angela Merkel

Die Schulz-Euphorie wird durch Kritik aus der Wirtschaft getrübt.

BerlinWer in diesen Tagen auf SPD-Mitglieder trifft, erlebt Menschen in einem rauschhaften Zustand. Die Ursache ist klar: Martin Schulz hat seiner Partei zu neuem Selbstbewusstsein verholfen, das sich in steigenden Umfragewerten und einer Welle von Parteieintritten zeigt. In der Parteizentrale, dem Berliner Willy-Brandt-Haus, ist man davon überzeugt, die Begeisterung noch über Wochen und Monate erhalten und vielleicht sogar noch steigern zu können.

Doch während die Genossen ihre Zuversicht kaum mehr bändigen können, wachsen in den Chefetagen der Wirtschaft die Vorbehalte. Im direkten Vergleich mit Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) schneidet SPD-Kanzlerkandidat Schulz schlecht ab. Die 645 Führungskräfte der...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

01.03.2017, 12:31 Uhr

"Mehrheit ist Mehrheit" meinte Konrad Adenauer. Dass Politik etwas mit "Wirtschaft wünsch Dir was" zu tun haben soll, hat er nicht gesagt.

Aus vielen Jahrzehnten politischer Erfahrung wissen wir, dass politische Führer Gefolgsleute und Wähler hinter sich bringen, indem sie ihnen eine "bessere" Zukunft versprechen. Beispiel gefällig? Donald Trump hatte ein Programm. Aber für was Hilary Clinton gestanden haben soll, weiss ich bis heute nicht.

Martin Schulz präsentiert der Öffentlichkeit ein breites Bündel von Ideen und Vorschlägen, das nach den Umfragen der Demoskopen für viele Wähler sehr attraktiv ist. Mit Naserümpfen, Ablenkungsmanövern und persönlichen Angriffen kann man sein Programm nicht aus der Welt schaffen. Wenn die bürgerlichen Parteien die Wahl gewinnen wollen, müssen sie eine "bessere Alternative" präsentieren. Sie ist leider nicht in Sicht. Einfach nur weiterregieren zu wollen, ist kein Programm.

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