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18.06.2017

16:10 Uhr

Hans-Werner Sinn zu Helmut Kohl

Zwischen Mut und Wagemut

VonHans-Werner Sinn

PremiumHelmut Kohl war ein großer Staatsmann. Doch er irrte in dem Glauben, die gemeinsame europäische Währung würde sich zum Friedensprojekt entwickeln. Die Geschichte des Euro verlief anders.

3. Mai 1998: Bundesaußenminister Klaus Kinkel, Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesfinanzminister Theo Waigel (v.l.). Damals fiel die Entscheidung auf den Niederländer Wim Duisenberg als ersten Präsidenten der Europäischen Zentralbank. dpa - picture-alliance

Am Verhandlungstisch des Brüsseler Euro-Gipfels

3. Mai 1998: Bundesaußenminister Klaus Kinkel, Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesfinanzminister Theo Waigel (v.l.). Damals fiel die Entscheidung auf den Niederländer Wim Duisenberg als ersten Präsidenten der Europäischen Zentralbank.

Mit Helmut Kohl starb ein großer europäischer Staatsmann, der den Rockzipfel der Geschichte mutig ergriff und Deutschland wieder vereinigt hat. Gegen den erbitterten Widerstand von Margret Thatcher und Francois Mitterand, doch mit der Unterstützung von George Bush und Michael Gorbatschow, hat er auf der Basis seines Zehn-Punkte-Programms in den sich anschließenden Zwei-plus-Vier-Verhandlungen die Vereinigung durchgesetzt.

Wie gut Kohl daran tat, die Wiedervereinigung zu forcieren, zeigte sich beim Putsch gegen Gorbatschow im August des Jahres 1991, der um ein Haar gelungen wäre. Kohl wusste, dass das Tor der Geschichte möglicherweise nur einen Moment lang aufstehen würde, und er marschierte entschlossen hindurch....

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