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06.02.2017

14:27 Uhr

Hoffnungsträger Martin Schulz

Die neue Machtperspektive der Sozialdemokraten

VonClaus Leggewie

PremiumMartin Schulz' Aufstieg an die SPD-Spitze bringt die Sozialdemokratie voran – auch in Europa. Doch um eine reelle Chance gegen Kanzlerin Merkel zu haben, muss er, der Berliner „homo novus“, ein bisschen „grüner“ werden. Ein Gastbeitrag.

Claus Leggewie ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen privat

Der Autor

Claus Leggewie ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts (KWI) in Essen und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen

Martin Schulz eröffnet die Perspektive auf einen Politikwechsel in Deutschland und Europa. Er ist ein erfahrener Kommunal- und Europapolitiker, aber in der deutschen Innenpolitik ein „homo novus“. Einem solchen darf man Wünsche unterbreiten. Schulz will soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen die nationalistische Rechte zu seinen Prioritäten machen als Antwort auf eine autoritäre Welle, die nicht zuletzt dadurch ermöglicht wurde, dass die europäische Sozialdemokratie keine Antwort hatte auf Gefühle der Panik, der Verlorenheit und der sozialen Anomie, die Rechte in vielen europäischen Gesellschaften nach vorn gebracht haben.

Die autoritären Nationalisten wildern auch in Gefilden, die bis vor wenigen Jahren linke...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

06.02.2017, 16:26 Uhr

Ein sehr abgehobener Artikel mit hohem Abstraktionsgrad. Als Markenkern der SPD scheint der Autor zu verstehen, dass diese Partei zu einer zweiten Grünen Partei mutiert. Vorzüglich auch der Ratschlag, die Fixierung auf die industrielle Tradition zu brechen und das Heil künftig in einer ökologischen Weltwirtschaft zu suchen. Dass jemand noch utopischere Gedanken hat, ist für mich schwer vorstellbar.

Was bleibt ist die Frage, woher der Autor seine Erkenntnisse bezieht. Sind es mathematische Ableitungen, sind es Naturgesetze? Oder vielleicht phrophetische Gaben? Oder göttliche Eingebungen? Ich glaube, dass der Autor über keine besonderen Erkenntnisquellen verfügt sondern nur seine eigene Meinung sagt.

Nichts gegen Meinungsbeiträge. Aber sie sollten auch als solche gekennzeichnet sein. Wie das geht, hat Cato im römischen Senat immer wieder vorgemacht. Er schloß jede Rede mit dem Satz "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muß". Catos Schlüsselworte sind "Ich" und "Meinung". Sie machen ihn unangreifbar. Niemand wird ihm vorhalten können, er würde sich besserwisserisch und anmaßend über andere erheben.

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