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30.09.2015

17:24 Uhr

Interview mit Jürgen Habermas

„Dann sind wir verloren, dann ist Europa kaputt“

VonMoritz Koch

PremiumDer berühmte Philosoph warnt vor den Gefahren des Rechtspopulismus und wünscht sich eine europäische Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise. Von Bundeskanzlerin Merkel ist Habermas plötzlich sehr begeistert.

Habermas wurde 1929 in Düsseldorf geboren. Als Student wäre Jürgen Habermas gerne Journalist geworden. Stattdessen wurde er einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, der sich an den prägenden Debatten der deutschen Nachkriegszeit beteiligt hat. Er wurde zum moralischen Gewissen der Bundesrepublik, die er immer wieder an ihre aus den Verbrechen der Nazi-Zeit erwachsene historische Verantwortung erinnerte. picture alliance/dpa

Jürgen Habermas

Habermas wurde 1929 in Düsseldorf geboren. Als Student wäre Jürgen Habermas gerne Journalist geworden. Stattdessen wurde er einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, der sich an den prägenden Debatten der deutschen Nachkriegszeit beteiligt hat. Er wurde zum moralischen Gewissen der Bundesrepublik, die er immer wieder an ihre aus den Verbrechen der Nazi-Zeit erwachsene historische Verantwortung erinnerte.

WashingtonDer deutsche Philosoph sitzt im holzvertäfelten Gästeraum der Washingtoner Kongressbibliothek. Bald beginnt die Zeremonie. Jürgen Habermas erhält in den USA den prestigeträchtigen Kluge Prize. Vorher nimmt er sich Zeit, im Handelsblatt-Interview einen Blick in Richtung Europa zu werfen.

Professor Habermas, Sie haben die Bundesregierung für ihre Rolle im griechischen Schuldenstreit als „Oberzuchtmeister Europas“ kritisiert. Rehabilitiert sich Kanzlerin Merkel in Ihren Augen jetzt mit ihrer Großherzigkeit in der Flüchtlingskrise?

Ich bin ebenso überrascht wie erfreut. Bei aller bisherigen Kritik, ich bin seit vielen Jahren nicht mehr so einverstanden mit unserer Regierung wie seit Ende August. Ich weise hier in Amerika...

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