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23.10.2015

07:07 Uhr

Interview mit Thomas Oppermann

„Es wäre verkehrt, Flüchtlinge sozialstaatlich überzubehüten“

VonHeike Anger, Thomas Sigmund

PremiumDer Fraktionschef der SPD fordert, die Geschwindigkeit des Flüchtlingszuzugs zu reduzieren und mehr Ordnung in die Einreise zu bekommen. Er sieht nicht nur Wirtschaft und Staat in der Pflicht – sondern auch die Flüchtlinge.

Seit zehn Jahren ist der 61-Jährige wurde in Nordrhein-Westfalen Mitglied des Deutschen Bundestages. Gewieft spitzte Oppermann als parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion regelmäßig die politischen Debatten zu. Seit der vergangenen Bundestagswahl ist er nun SPD-Fraktionschef. Zuletzt geriet er wegen Widersprüchen in der Edathy-Affäre in Bedrängnis. 1986 machte er sein Juraexamen und wurde Richter. Er hat vier Kinder. dpa

Thomas Oppermann

Seit zehn Jahren ist der 61-Jährige wurde in Nordrhein-Westfalen Mitglied des Deutschen Bundestages. Gewieft spitzte Oppermann als parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion regelmäßig die politischen Debatten zu. Seit der vergangenen Bundestagswahl ist er nun SPD-Fraktionschef. Zuletzt geriet er wegen Widersprüchen in der Edathy-Affäre in Bedrängnis. 1986 machte er sein Juraexamen und wurde Richter. Er hat vier Kinder.

BerlinGut gelaunt erhebt sich SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann vom Schreibtisch in seinem Bundestagsbüro mit Blick auf die Spree. Dort stauen sich die Ausflugsdampfer. Vielleicht sei eine Maut eingeführt worden, witzelt Oppermann. Der Stau gehe bestimmt auf das Konto von Verkehrsminister Dobrindt. Für solch schlagfertigen Seitenhiebe ist Oppermann bekannt.

Herr Oppermann, wie soll die Wirtschaft jedes Jahr Hunderttausende von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt integrieren?
Das Ziel ist, die Geschwindigkeit des Flüchtlingszuzugs zu reduzieren und mehr Ordnung in die Einreise zu bekommen. Trotzdem bleibt die Integration der Flüchtlinge eine gewaltige Aufgabe für die ganze Gesellschaft, auch für die Wirtschaft. Die Unternehmen sollten...

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