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03.02.2016

08:55 Uhr

Karlsruhe kippt Sozietätsverbot

Anwälte dürfen mit Apothekern und Ärzten kooperieren

VonHeike Anger, Peter Thelen

PremiumDie Karlsruher Richter haben das Kooperationsverbot für Anwälte mit Apothekern und Ärzten als verfassungswidrig beurteilt. Dies könnte einschneidende Veränderungen für die deutsche Anwaltschaft bedeuten.

Die nun erlaubte Kooperation von Anwälten mit Ärzten und Apothekern dürfte interessante neue Geschäftsfelder eröffnen. dpa

Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

Die nun erlaubte Kooperation von Anwälten mit Ärzten und Apothekern dürfte interessante neue Geschäftsfelder eröffnen.

BerlinDie deutsche Anwaltschaft steht vor einschneidenden Veränderungen: Künftig dürfen sich Rechtsanwälte auch mit Ärzten und Apothekern in einer gemeinsamen Sozietät zusammenschließen. Das Bundesverfassungsgericht hat das hier bislang geltende Sozietätsverbot für verfassungswidrig erklärt (Az. 1 BvL 6/13). Die Karlsruher Richter sehen darin einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Berufsfreiheit.

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) begrüßt den Beschluss. „Wir müssen das Berufsrecht der Wirklichkeit anpassen“, sagte DAV-Präsident Ulrich Schellenberg. Schon heute müssten Anwälte oft mit anderen Spezialisten wie Architekten, Ingenieuren oder Unternehmensberatern zusammenarbeiten. Dies sei im Interesse einer sachgerechten Vertretung der Mandanten unerlässlich. „Da das Verfassungsgericht aber nur über die Konstellation Anwalt und...

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