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18.12.2016

19:53 Uhr

Kommentar

Postfaktische Sturmflut

VonChristoph Kapalschinski

PremiumIn der Debatte um die Elbvertiefung sind es die Naturschützer, die Gefahren überzeichnen. In anderen Fällen nennt das die alternative Linke „postfaktisch“ - hier nicht.

Ob die Gefahren der Elbvertiefung, der drohende Atomtod oder das Waldsterben: Das Anzweifeln von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehört zum Urrepertoire der Umweltbewegung. dpa

Großbauprojekt Elbvertiefung

Ob die Gefahren der Elbvertiefung, der drohende Atomtod oder das Waldsterben: Das Anzweifeln von wissenschaftlichen Erkenntnissen gehört zum Urrepertoire der Umweltbewegung.

Die Warnung ist eindringlich: Eine reißende Sturmflut könne die Deiche hinwegfegen. „Da können mir noch so viele kompetente Leute sagen, da kann nichts passieren. Das Gefühl sagt mir, dass bei der Elbvertiefung ein Punkt erreicht ist, an dem es gut ist.“

So zitiert eine renommierte Tageszeitung einen Gegner der Elbvertiefung, dessen Fachwissen sich drin erschöpft, dass er an der Elbe lebt und dort Obst anbaut. Dem gegenüber steht eine ausführliche Studie der Bundesanstalt für Wasserbau, die auf 106 Seiten anhand mathematischer Modelle eine Änderung des Hochwassers um gerade mal vier Zentimeter feststellt – es allerdings nicht in die Zeitung schafft.

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