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07.02.2017

15:51 Uhr

Krankenkassen

Wundersame Geldvermehrung

VonPeter Thelen

PremiumWährend einige Krankenkassen trotz steigender Ausgaben immer reicher werden, verlieren andere Geld. Das System ist in Schieflage. Schuld sind Fehler im Finanzausgleich. Die Politik will sich nun des Problems annehmen.

Das Hauptgebäude der AOK Sachsen-Anhalt in Magdeburg. picture alliance / ZB

Reiche Krankenkasse

Das Hauptgebäude der AOK Sachsen-Anhalt in Magdeburg.

BerlinDie Ausgangslage ist für alle gleich teuer. Um 20 Milliarden Euro sind die Ausgaben der Krankenkassen zwischen 2013 und 2015 gestiegen. Der Zusatzbeitrag, den Versicherte zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent im Durchschnitt zahlen müssen, stieg in der Folge von unter 0,9 auf aktuell 1,1 Prozent. Doch verdeckt der Blick auf den Durchschnitt ein Problem. Daten, die die Siemens-BKK für das Handelsblatt aus den Bilanzen der Krankenkassen zusammengetragen hat, zeigen: Das System ist in Schieflage. Einige Kassen verlangen niedrige Beiträge und werden dabei reicher. Andere fordern von den Versicherten hohe Zusatzbeiträge und werden trotzdem immer ärmer.

Paradebeispiel ist die...

Kommentare (3)

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Herr Christian Trüe

06.02.2017, 08:34 Uhr

Da zeigt sich wieder einmal, wie ein gut gedachtes System von unserer Politik in den letzten 20 Jahren verschlimmbessert wurde.

Es wird allerhöchste Zeit das komplette Gesundheitssystem zu reformieren. Zur Finanzierung kann und muss es nur noch eine bundesweite Krankenkasse geben. Diese ist gemeinnützig zu führen. Jeder Bundesbürger ist Mitglied dieser Krankenkasse. Auch Bundeskanzler und Vorstandsvorsitzende der Großkonzerne sind pflichtversichert. Zusatzleistungen, wie Chefarztbehandlung etc. können dann gern gegen zusätzliches Entgelt gebucht werden.

Das Gleiche gilt für das Entgelt der Ärzte und Heilmittelerbringer. Jeder soll und muß entsprechend seiner Verantwortung und Leistung entlohnt werden. Aber genauso muß darauf geachtet werden, das eine flächendeckende Versorgung für die Bevölkerung sichergestellt ist. Notfalls per Anweisung und Zuweisung der Leistungserbringer zum Ort der Niederlassung. In dem Sinne ist auch im Rahmen der Ausbildung zu achten. Des Weiteren muß das System der Bugetierung, sofern man dieses im Rahmen der Reform aufrecht erhalten will, so aufgebaut sein, das jeder Arzt und Heilmittelerbringer zu jedem Zeitpunkt im Abrechungszeitraum seinen Stand des Bugets einsehen kann. Nur so kann der Personenkreis auch steuernd eingreifen.

Wichtig ist vor allem, das die Diagnosen nicht nach den Wünschen der Krankenkasse gestellt werden, sondern nach dem Krankheitsbild der Patienten.
In diesem Sinn muß auch wesentlich mehr auf Vorsorge gesetzt werden. Es kann nicht sein, das relativ preiswerte Vorsorgeuntersuchungen nicht übernommen werden. Dagegen die wesentlich höheren Kosten für die Behandlung übernommen werden.

Mit Sicherheit eine anspruchsvolle aber nicht unlösbare Aufgabe. Persönliche Befindlichkeiten haben an dieser Stelle nichts zu suchen. Die Politik ist es der Bevölkerung schuldig!

Herr Hubert Frey

06.02.2017, 11:05 Uhr

Ikk Gesundheit Plus auf Rang 3----aber 12,2% MINUS .!!!

Jetzt wird mir auch klar warum ich alle" paar Monate" höhere Beiträge bezahlen soll---Für IKK Nord !!

Herr Oliver Poferl

06.02.2017, 12:41 Uhr

Ich kann Herrn Trüe nur uneingeschränkt zustimmen.
Aber ich fürchte die Lobbyisten aller Seiten werden es dazu nie kommen lassen. Traurig.

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