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03.06.2016

08:29 Uhr

Midea-Offerte für Kuka

Warum der Staat sich raushalten sollte

VonNorbert Häring, Axel Höpner, Stephan Scheuer, Klaus Stratmann

PremiumWirtschaftsminister Gabriel will in der Kuka-Frage eine europäische Gegenofferte für das Angebot aus China. Dort und auch hierzulande sieht man seinen Vorstoß kritisch. So auch Ex-BDI-Chef Michael Rogowski.

Die Einmischung der Bundesregierung in die Übernahmeofferte des chinesischen Midea-Konzerns ist umstritten. dpa

Kuka-Roboter

Die Einmischung der Bundesregierung in die Übernahmeofferte des chinesischen Midea-Konzerns ist umstritten.

Frankfurt, München, Berlin, PekingFür Michael Rogowski ist die Sache klar: „Der Staat sollte sich aus unternehmerischen Entscheidungen heraushalten“, sagt der Ex-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) im Gespräch mit dem Handelsblatt. Rogowski, langjähriger Chef des Kuka-Anteilseigners Voith, reduziert die Rolle des Staates in der Wirtschaftspolitik darauf, „für einen vernünftigen ordnungspolitischen Rahmen zu sorgen“ – ohne sich dabei explizit auf den Fall Kuka zu beziehen.

Für Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kommt Rogowskis Appell dennoch zur Unzeit. Denn der Minister ist gerade dabei, sich in unternehmerische Entscheidungen einzumischen. Der SPD-Politiker will verhindern, dass der chinesische Hausgeräte-Hersteller Midea beim Augsburger...

Kommentare (1)

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Herr carsten jung

03.06.2016, 11:53 Uhr

Es mag sich komisch anhören, wenn Herr Gabriel nach einem alternativen Bieter für Kuka sucht. Was auch immer er für Gründe haben mag, der Fall stellt uns vor eine duchaus berechtigte Frage des digitalen Zeitalters: Wenn detaillierte Produktionsdaten der Kunden des Roboterherstellers bei diesem auf dem Server liegen, ist die Industriespionage der Zukunft die Beteiligung an all diesen Unternehmen, die Daten ihrer Kunden sammeln. Eine durchaus zumindest überegenswerte Angelegenheit, die sicherlich in vielen Köpfen von Entscheidern aus der Fertigungsindustrie zum Grübeln führt.

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