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07.03.2017

12:22 Uhr

Populismus in Deutschland

Den Bürgern mehr zumuten und zutrauen

VonKlaus Schweinsberg

PremiumDeutschland ist auf dem gleichen Weg wie Großbritannien und die USA, das Risiko einer populistischen Wende steigt. Der Staat muss seine Bürger wieder mehr in die Pflicht nehmen, statt sie zu verzwergen. Ein Gastbeitrag.

Klaus Schweinsberg ist Wirtschaftsprofessor an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Autor des Buches „Demokratiereform“.

Der Autor

Klaus Schweinsberg ist Wirtschaftsprofessor an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Autor des Buches „Demokratiereform“.

Fassungslos blicken wir gerade auf das, was in einigen Staaten geschieht, die zu unseren engsten Freunden zählen. Die Rede ist von Großbritannien, Frankreich und natürlich den USA. Diese Freunde sind uns seltsam fremd geworden.

Was die Länder verbindet: In allen drei Staaten hat über Jahrzehnte eine überhebliche und abgehobene Funktionselite das politische Geschehen bestimmt. Die Bürger indes wurden darauf verzwergt, möglichst wenig politisch mitzureden und möglichst viele Steuern abzuliefern.

Wir Deutschen sind leider auf dem gleichen Weg. Deshalb wächst auch hier das Risiko einer populistischen Wende. Wenn wir die Dinge so weiterlaufen lassen, wird auch mit Deutschlands Bürgern bald...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

07.03.2017, 15:47 Uhr

Ich glaube nicht, dass der Artikel den Kern der Probleme trifft. Mir scheint, dass die etablierten Parteien brennende Probleme ausblenden und dadurch die Wähler in die Arme sogenannter Populisten treiben.

Ein Beispiel dafür ist das Erstarken der AfD. Es geht zurück auf die Flüchtlingsdiskussion 2015. Mit Ausnahme der CSU plädierten alle im Bundestag vertretenen Parteien für eine Willkommenskultur. Nicht nur für Deutschland. Auch die anderen EU-Länder wurden von den etablierten deutschen Parteien immer wieder aufgefordert, sich an einer EU-weiten Verteilung der Flüchtlinge zu beteiligen. Aber, verehrter Herr Autor, was soll das Volk denn tun, wenn es diametral anderer Meinung ist und keine Flüchtlinge haben will? Natürlich wird es die einzige Partei (AfD) wählen, die ihrem Willen enspricht.

Meinetwegen können wir auch über den Atlantik blicken und über die Wahl des amerikanischen Präsidenten sprechen. Für welche Politik Hilary Clinton gestanden haben soll, weiß ich bis heute nicht. Auf der anderen Seite hat der böse Populist Donald Trump erkannt, dass die Globalisierung in weiten Teilen der ländlichen Regionen Abgehängte und Verlierer hinterlassen hat. Millionen von Menschen, die selbstredend ein Recht darauf haben, dass jemand ihre Interessen vertritt.

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