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28.02.2017

06:00 Uhr

Private Vorsorge

Befreiungsschlag für die Riesterrente

VonPeter Thelen, Martin Greive

PremiumDer CDU-Wirtschaftsflügel will die Riesterrente von bürokratischem Ballast befreien und die Zentrale Zulagenstelle für die Genehmigung der Riesterförderung abschaffen. Stattdessen sollen die Finanzämter einspringen.

„Brauchen Entbürokratisierung der Riesterrente.“ picture alliance/dpa

Carsten Linnemann

„Brauchen Entbürokratisierung der Riesterrente.“

BerlinDie Riesterrente ist seit geraumer Zeit im Image-Tief. Trotz hoher staatlicher Zuschüsse sinkt die Zahl der klassischen Versicherungs- und Banksparverträge seit mehreren Jahren. Zuwächse gab es nur noch beim Wohn-Riester und bei Investmentfonds-Verträgen. Jetzt will die Union der Riester-Rente neuen Schub verleihen. „Wir brauchen eine drastische Entbürokratisierung der Riesterrente“, forderte der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Der beste Weg dazu wäre, die Bundeszulagenstelle wieder abzuschaffen.“

Die bei der Rentenversicherung angesiedelte Behörde ist seit Einführung der Riesterrente zuständig für die Bearbeitung und Genehmigung der staatlichen Zulagen. Diese Entscheidung sei ein Fehler gewesen, erklärt Linnemann....

Kommentare (2)

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Herr Karsten Schiefelbein

28.02.2017, 09:11 Uhr

Sehr guter Vorschlag. Und bei der Förderung von Wohneigentum dann bitte ebenfalls entbürokratisieren: Stichwort Wohnförderkonto und dessen Besteuerung im Alter sowie die unsinnige Forderung, dass die Immobilie auch ja lebenslang (bis auf wenige Ausnahmen) selbstgenutzt werden muss. Zudem muss der Gesetzgeber es den Banken erleichtern, wohnriestergeförderte Annuitätendarlehen anzubieten. Bislang läuft die Förderung nämllich fast ausschließlich über Bausparverträge mit all den damit verbundenen Nachteilen für den Verbraucher.

Herr Günter Meyer

28.02.2017, 14:10 Uhr

Die CDU reitet auf einem totem Gaul, der eigentlich schon durch die SPD und die Grünen zugrunde gerichtet wurde.
Diese Riester-Rente nützt bestenfalls Beamten, Politikern oder reichen Ärzten, weil die im Erlebensfall keine Abzüge zur Sozialversicherung (zur Zeit ca. 17%) bezahlen müssen. Weil das so ist, und weil bei Geringverdienern die Riesterrente eh auf Harz 4 angerechnet wird ist sie so überflüssig wie ein Kropf.
Nützen tut sie nur Banken und Versicherungen, sie sich damit staatlicher Subventionen erfreuen.

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