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23.05.2017

06:00 Uhr

Regierungsgelder für die Autobranche

Mit freundlicher Milliarden-Unterstützung aus Berlin

VonDaniel Delhaes, Dietmar Neuerer

PremiumObwohl die Autobranche seit Jahren prosperiert, erhalten die Hersteller Milliarden vom Staat. Die Kaufprämie für Diesel würde sich in eine lange Fördergeschichte einreihen. Ein Hersteller profitiert ganz besonders.

Wie jeder Kanzler hat auch sie die Autobranche fest im Blick. dpa

Angela Merkel

Wie jeder Kanzler hat auch sie die Autobranche fest im Blick.

BerlinWenn es nach dem bayerischen Ministerpräsidenten geht, dann lassen sich die Umweltziele im Straßenverkehr leicht erreichen: Die Deutschen müssen moderne Dieselfahrzeuge kaufen, schon wird die Luft in den Städten sauberer und können die Kommunen auf Fahrverbote verzichten. Die drohen selbst in München – und treffen damit unmittelbar den größten Autobauer der Stadt: die Bayerischen Motorenwerke, BMW.

Wohl auch deshalb hat Horst Seehofer (CSU) eine Kaufprämie für Dieselfahrzeuge ins Spiel gebracht. Er pflegt einen engen Draht zu BMW-Chef Harald Krüger. Der hatte bereits dafür gesorgt, dass es – entgegen allen ordnungspolitischen Grundsätzen der Großen Koalition – nun...

Kommentare (3)

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Herr Karl Honnen

23.05.2017, 09:00 Uhr

Sie haben allerdings die größten beiden Subventionen für die Automobilindustrie unterschlagen, das "Dienstwagenprivileg" und die Pendlerpauschale. Beide zusammen belaufen sich sicher auf ein mehrfaches der im Artikel benannten 10 Milliarden pro Jahr.

Herr Lothar Bitschnau

23.05.2017, 11:09 Uhr

Ich glaube, dass die Förderung der Solar und Windkraftindustrie mehr als das 10 fache jener der Abgasthematik ausmacht. Ein Windrad ist durchschnittlich mit ca. € 300.000.- pro Jahr gefördert. Rund 27 000 Anlagen gibt es.
Resultat: Eine dauerhafte Verschandelung der Landschaft in großen Regionen Deutschlands mit stressenden Riesenmaschinen.

Herr Karl Honnen

23.05.2017, 15:57 Uhr

Das eine ist allerdings eine Anschubfinanzierung für zukunftsweisende regenerative Energie (wobei man über die Effizienz sicher streiten kann) während das andere ein Geschenk an einen florierenden Industriezweig ist. Wirklich kritisch ist, dass dieses Geschenk den Wandel der Technologie in einem Maße verzögert, das den Bestand dieses Industriezweigs als Ganzes gefährden könnte.

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