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04.10.2017

06:10 Uhr

Robert Habeck

„Wir sind in einem Zustand eingeübter Feindschaft“

VonBarbara Gillmann, Silke Kersting

PremiumDer grüne Umweltminister aus Kiel fordert einen schnellen Start der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition. Sonst drohe das Klima zwischen Union, FDP und Grünen vergiftet zu werden.

Der Umweltminister in Schleswig-Holstein: „Die Kanzlerin weiß hoffentlich, dass eine Jamaika-Koalition mehr sein muss als ein Notnagel.“ Bloomberg

Robert Habeck

Der Umweltminister in Schleswig-Holstein: „Die Kanzlerin weiß hoffentlich, dass eine Jamaika-Koalition mehr sein muss als ein Notnagel.“

BerlinRobert Habeck kommt per Fahrrad zum Interview mit dem Handelsblatt geradelt. Als Umweltminister regiert er in Kiel in einer Jamaika-Koalition. Nun soll er im Bund für die Grünen mitsondieren. Er ist schwer genervt, dass es noch immer keinen Termin für Gespräche mit Union und FDP gibt.

Herr Habeck, Sie haben in Kiel Jamaika erfolgreich verhandelt. Wie schnell muss jetzt sondiert werden?
Dass die Union nach einer Wahlniederlage eine gewisse Zeit braucht, um sich zu sortieren, ist nachvollziehbar. Aber dass Kanzleramtschef Peter Altmaier sagt, die Bildung einer neuen Regierung könne bis ins nächste Jahr dauern, finde ich verantwortungslos. Eine geschäftsführende...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

04.10.2017, 11:31 Uhr

Sehr geehrte Damen Redakteure,

es ist sympathisch und in höchstem Grade lobenswert, wenn Herr Habeck die Suche nach Gemeinsamkeiten in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt. Aber es kann nicht nur darum gehen, "lohnende" Gemeinschaftsprojekte zu identifizieren und zu verabreden.

Herr Habeck sollte sich bewußt machen, dass eine populistische Partei aus dem Stand heraus 13 % der Wählerstimmen erobert hat. Das Wählerpotential der AfD veranschlage ich mit 30 %. Und um es zu erreichen, muß die Partei keine Heldentaten vollbringen. Angesichts dieser Gefahr ist es eine gemeinsame Aufgabe aller demokratischen Parteien, die Populisten zu bekämpfen.

Wenn dem so ist und weil dem so ist, können die Koalitionsverhandlungen nicht zu einer Veranstaltung "Wünsch Dir was" werden. Ob wir es wollen oder nicht, wird die leidige Flüchtlingsfrage im Mittelpunkt der Koalitionsverhandlungen stehen müssen und auch über deren Erfolg oder Mißerfolg entscheiden.

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