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20.02.2017

18:06 Uhr

Schulz rückt SPD nach links

Abkehr von der Agenda

VonMartin Greive, Donata Riedel, Frank Specht, Christian Wermke

PremiumMartin Schulz will zentrale Teile von Gerhard Schröders Arbeitsmarktreform kippen. Allein damit die Wahl zu gewinnen sei aber unrealistisch, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. Die Wirtschaft ist alarmiert.

Beim Wähler kommt der Kurs des SPD-Kanzlerkandidaten an. picture alliance/dpa

Schulz mit Schröder (l.) im Oktober in Berlin

Beim Wähler kommt der Kurs des SPD-Kanzlerkandidaten an.

Die Stadthalle in Bielefeld ist bis auf den letzten Platz gefüllt, 750 Anmeldungen zählt die SPD für ihre Konferenz „Arbeit in Deutschland“. Parteivize Thorsten Schäfer-Gümbel findet sich auf seinem Platz ein, auch Familienministerin Manuela Schwesig steht am Rande der Bühne. Doch sie sind nur Randfiguren. Das Publikum und die Kameras warten auf den neuen Partei-Messias, auf den designierten Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Sieben Minuten zu spät kommt der Ex-Europapolitiker, alle erheben sich von den Plätzen, applaudieren. „Das ist ja ein Auflauf wie 1998 bei Schröder“, staunt ein Genosse. Doch das, was Schulz zu verkünden hat, erinnert ganz und gar nicht an...

Kommentare (1)

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Unbekannt

21.02.2017, 08:28 Uhr

Diese Ansätze von Schulz zur Sozialpolitik passen zu seinen Ansichten über die EU und den Euro.

Seiner Ansicht nach macht die Sparpolitik von Schäuble keinen Sinn, weil wir ohnehin für die Ausgaben der anderen Länder aufkommen. Also ist es viel klüger, die Politik der Südländer zu kopieren, d.h. Sozialausgaben und Tarifpolitik auf Pump. So wird Europa endgültig zur Schuldengemeinschaft, die EZB finanziert das ganze und alle zahlen die Rechnung über die Geldentwertung.

Warum soll das nicht funktionieren? Griechenland hat so 2.500 Jahre gelebt.

Auch das Sparen müssen wir uns abgewöhnen, machen die Anderen ja auch nicht. Der Staat wird über das Inflationskarussell schon für alle sorgen.

Alaaf und Helau bis zur nächsten Währungsreform (die letzte ist ja auch schon fast 70 Jahre her).

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