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13.10.2016

18:05 Uhr

Suizid von al-Bakr

Anti-Terror-Kampf im Konjunktiv

VonFrank Specht

PremiumHätte, könnte, sollte – mit Antiterrorkampf im Konjunktiv schafft man bestimmt kein Vertrauen bei den Bürgern. Was Politik und Behörden im Fall al-Bakr fehlt, ist das Eingeständnis, Mist gebaut zu haben. Eine Analyse.

Der Vertrauensverlust betrifft längst nicht nur die sächsische Justiz. dpa

Anstaltsleiter Rolf Jacob

Der Vertrauensverlust betrifft längst nicht nur die sächsische Justiz.

Es war eine denkwürdige Pressekonferenz, die die sächsische Justiz ablieferte. Prognosen, der unter dringendem Terrorverdacht stehende Dschaber al-Bakr sei nicht suizidgefährdet, hätten sich „im Nachhinein“ leider als falsch erwiesen. Keine Suizidgefahr bei einem potenziellen Selbstmordattentäter – ja bei wem denn dann? Gefunden wird der Strangulierte von einer Justizangestellten, die von einem „Gefühl“ geleitet ein zusätzliches Kontrollintervall einschiebt. Klingt nach einem schlechten „Tatort“. Hätte man nicht besser achtgeben müssen auf den Syrer, den sein Anwalt als einen der am besten bewachten Gefangenen in Deutschland wähnte? Vielleicht waren wir ein bisschen zu gutgläubig, haben aber streng nach Vorschrift gehandelt. Am Ende bleibt...

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