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11.05.2015

13:42 Uhr

US-Fahrdienst

Brüssel will Uber beispringen

VonThomas Ludwig

PremiumSo ein Durcheinander wie mit Uber soll es nicht mehr geben: Die EU-Kommission will den Streitfall mit dem US-amerikanischen Fahrdienst-Anbieter regeln – für alle EU-Staaten. Das Unternehmen geht derweil Deutschland an.

Der Fahrdienstvermittler ist umstritten. dpa

Der Fahrdienstvermittler ist umstritten.

BrüsselNachdem der US-Mitfahrdienst Uber in mehreren europäischen Ländern die Gerichte auf den Plan gerufen hat, will die EU-Kommission dafür sorgen, dass mit der digitalen Wirtschaft aufkommende neue Geschäftsmodelle nicht komplett ausgebremst werden.

„So ein Durcheinander wie im Fall Uber, ist des gemeinsamen Marktes unwürdig“, sagte die für Industrie und Binnenmarkt zuständige EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska bei einem Meinungsaustausch zwischen EU-Abgeordneten und Vertretern von Uber. „Ich bin kein Fan von Regulierung, aber es gibt Fälle, in denen müssen wir Chancen und Risiken in Einklang miteinander bringen“, betonte Bienkowska. 28 nationale Einzelregelungen seien nicht zielführend.

Zahlen zum Taxigewerbe in Deutschland

Fahrgäste

423 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2013 in Deutschland von einem Taxi oder Mietwagen fahren lassen. Rund 2845 Millionen Personenkilometer kamen so zustande, keine Steigerung mehr im Vergleich zu den Vorjahren.

Anbieter

53.554 Taxis teilten sich im Jahr 2012 mit fast 36.000 Mietwagen einen Umsatz von 4,22 Milliarden Euro. Vier Jahre zuvor waren es erst 49.992 Taxis und 29.898 Mietdroschken. Nur 14,6 Prozent der Taxibetriebe hatten mehr als zwei Wagen.

Hier fahren die meisten Taxis

Deutsche Taxihauptstadt ist Berlin mit fast 9000 Taxen und Mietwagen. Die Messestadt Frankfurt hat allerdings die höchste Taxidichte, auf ein Taxi kommen hier nur 404 Einwohner. In Dresden müssen 1082 Menschen die Dienstleistung eines Taxis teilen.

Was genau der Kommission vorschwebt, ist offen....

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