Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2016

11:54 Uhr

AKP-Politiker Mustafa Yeneroğlu

„Belehrende EU-Forderungen an die Türkei sind vermessen“

VonOzan Demircan

PremiumDer Menschenrechtsbeauftragte der Türkei spricht im Interview über das EU-Türkei-Abkommen, den Terror im eigenen Land und innenpolitische Kritikpunkte. Dabei richtet er klare Worte in Richtung Brüssel – und indirekt auch nach Berlin.

Das Lager für syrische Flüchtlinge in Gaziantep im Südosten der Türkei hatte Kanzlerin Merkel erst kürzlich besucht. Die Integration von Flüchtlingen in der Türkei läuft zwar schleppend – das sei bei der hohen Anzahl an Neuankömmlingen aber normal, sagt Mustafa Yeneroğlu. AP

Flüchtlingslager in Gaziantep

Das Lager für syrische Flüchtlinge in Gaziantep im Südosten der Türkei hatte Kanzlerin Merkel erst kürzlich besucht. Die Integration von Flüchtlingen in der Türkei läuft zwar schleppend – das sei bei der hohen Anzahl an Neuankömmlingen aber normal, sagt Mustafa Yeneroğlu.

Mustafa Yeneroğlu ist in Deutschland und in der Türkei daheim. Der langjährige Funktionär und Jurist der Islamischen Gemeinschaft Milli Görus (IGMG) ist in Deutschland aufgewachsen und hat in Köln studiert. Heute sitzt der AKP-Politiker als Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses im türkischen Parlament.

Herr Yeneroğlu, durch das vereinbarte Flüchtlingsabkommen vertraut die EU der Türkei, dass Millionen Flüchtlinge nach EU-Maßstäben behandelt werden. Ist das so?
In Deutschland und anderen europäischen Ländern haben wir gesehen, wie schwierig es ist, plötzlich eine Vielzahl von Menschen aufzunehmen und sie menschenwürdig zu versorgen. Städte, Kommunen und Gemeinden appellierten im Stundentakt an Berlin, mehr zu tun und vor...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×