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17.01.2017

14:57 Uhr

Anti-China-Kurs der USA

Trumps lautstarke Irrtümer

VonStephen Roach

PremiumAmerika schadet mit seinem Konfrontationskurs gegenüber China sich selbst – und der Weltwirtschaft. Trumps starke Worte halten der Realität nicht stand. Und sie ignorieren die Lehren der Geschichte. Ein Gastbeitrag.

Stephen Roach ist Professor an der Universität Yale.

Der Autor

Stephen Roach ist Professor an der Universität Yale.

Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat die Skepsis der unter Druck stehenden amerikanischen Mittelschicht gegenüber dem Freihandel für seinen Wahlkampf instrumentalisiert. Dies ist keine ungewöhnliche Taktik für Kandidaten an beiden Enden des politischen Spektrums. Was allerdings ungewöhnlich ist, ist, dass Trump seinen handelsfeindlichen Ton seit seinem Wahlsieg nicht gemäßigt, sondern eher verschärft hat. Ein Handelskrieg ist nicht mehr ausgeschlossen – mit katastrophalen Folgen für die USA und die übrige Welt.

Man denke etwa an Trumps zentrale Personalentscheidungen. Der designierte Handelsminister Wilbur Ross hat lautstark den Wunsch geäußert, Amerikas „dumme“ Handelsabkommen zu kündigen. Peter Navarro, Wirtschaftsprofessor an der University of California,...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

17.01.2017, 15:44 Uhr

Ich bin kein Fachmann für die Politik von Donald Trump. Aber bislang haben wir von ihm noch keine Kriegserklärungen gehört, sondern nur "Wünsche". Beispielsweise, dass die amerikanische Flugzeugindustrie und die Medikamentenhersteller billiger liefern sollen, dass die internationale Autoindustrie nicht am Billig-Standort Mexiko produzieren und die Fahrzeuge dann in die USA liefern soll, usw. Also Wünsche haben wir wirklich genug gehört.

Was wir nicht so recht wissen ist, wie Trump mit seinen Wünschen umgehen wird. Könnte es vielleicht sein, dass es in manchen Fällen bei bloßen Proklamationen bleibt? Oder dass die Festigkeit seiner Gegenspieler oder der eigenen Volksvertreter nur minimale Änderungen zuläßt?
Oder dass über eine Novellierung der Handelsabkommen friedlich verhandelt wird und ein Handelskrieg gar nicht erst ausbricht?

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