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30.06.2016

18:29 Uhr

Brexit ändert alles

Der Bluff der Populisten platzt

VonThomas Hanke

PremiumNach dem Votum für den EU-Austritt Großbritanniens spielen die Brexit-Anhänger auf Zeit. Dabei könnten sie eigene Vorstellungen formulieren. Das zeigt: Die Populisten laufen vor ihrem Sieg davon. Eine Analyse.

Lange kämpfte der Ukip-Chef erbittert gegen die EU – doch jetzt, wo die Briten tatsächlich austreten wollen, hat Farage es nicht mehr so eilig. AFP; Files; Francois Guillot

Nigel Farage

Lange kämpfte der Ukip-Chef erbittert gegen die EU – doch jetzt, wo die Briten tatsächlich austreten wollen, hat Farage es nicht mehr so eilig.

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben: Das Geschäftsmodell der Populisten in der EU war jahrelang nicht zu schlagen. Sie konnten die europäische Integration mit Märchen wie der angeblichen Richtlinie über den Krümmungsgrad der Gurke lächerlich machen, die EU mal als zu liberal (Freizügigkeit der Arbeitnehmer), mal als zu restriktiv (Anerkennung der Diplome) madig machen, ihr heute zu viel Dirigismus (Sozialcharta) und morgen ein kaltes Herz (keine gemeinsame Sozialpolitik) vorwerfen. Vor allem haben sie Tag für Tag die EU-Beamten als Kaziken, Bürokraten, machtversessene „Männer in grauen Anzügen“ verhöhnt.

Fast schon genial: Für ihren Schwall an Propaganda gegen die EU werden...

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