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22.03.2017

15:39 Uhr

Brexit-Antrag

Warum Mays Timing heikel ist

VonKatharina Slodczyk

PremiumDie Ausgangslage für eine der wohl wichtigsten Verhandlungen in der Geschichte Großbritanniens ist ungünstig. Ein verhängnisvoller Ausgang ist wahrscheinlich, wenn nicht beide Seiten eine große Portion guten Willen in die Gespräche investieren. Eine Analyse.

Der Zeitpunkt, das Austrittsgesuch jetzt zu stellen, ist aus mehreren Gründen ungünstig. dpa

Thema Brexit beim Rosenmontagumzug in Düsseldorf

Der Zeitpunkt, das Austrittsgesuch jetzt zu stellen, ist aus mehreren Gründen ungünstig.

Der Trumpf ist in einer Woche ausgespielt: „Wir haben eigentlich nur schlechte Karten in diesem Spiel“, soll Großbritanniens Finanzminister Philip Hammond mal über den EU-Austritt gesagt haben, „eine der wenigen guten Karten ist, dass wir den Zeitpunkt bestimmen können.“ Premierministerin Theresa May wird diese Karte nächsten Mittwoch aus der Hand geben, wenn sie den offiziellen Scheidungsantrag nach Brüssel schickt – zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Für die nächsten Wochen und Monate bleiben ihr kaum mehr weitere Trümpfe, um ihre ambitionierten Ziele durchzusetzen. Die Ausgangslage für eine der wohl wichtigsten Verhandlungen in der Geschichte des Landes ist ungünstig. Ein verhängnisvoller Ausgang...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

22.03.2017, 17:30 Uhr

Sehr geehrte Frau Slodczyk,

dem ausstehenden Beobacher erschließt sich nicht, warum ausgerechnet das timimg der Verhandlungen heikel sein soll. Bei partnerschaftlichen Verhandlungen und freundlichem Verhandlungsklima sollte es doch möglich sein, den Zeitpunkt für das Ende der Verhandlungen gemeinsam hinaus zu schieben. Und bei unfreundlichem Verhandlungsklima wird gar nichts anderes übrig bleiben, als eine Einigung abzuwarten.

Ein anderer Punkt ist, dass Theresa May einen harten Brexit anstrebt. Mag sein, dass dies nur eine verhandlungstaktische Position ist. Aber es ist auf jeden Fall Mays ureigene Entscheidung. Es gibt niemand, der sie dazu zwingt.

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