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01.07.2017

08:50 Uhr

Das politische Wunderkind der Alpenrepublik

Kaiser Kurz

VonHans-Peter Siebenhaar

PremiumInnerhalb kürzester Zeit hat Österreichs Außenminister die Traditionspartei ÖVP zum Kanzlerwahlverein degradiert. An diesem Samstag lässt Sebastian Kurz sich zum Parteichef küren, im Oktober könnte er die Parlamentswahlen gewinnen. Porträt eines Menschen mit Hang zum Populismus.

„Als ich zum letzten Mal in Äthiopien aus dem Auto gestiegen bin, haben die Leute geklatscht, weil sie dachten, ich sei ein deutscher Politiker.“ dpa

Österreichischer Außenminister Sebastian Kurz

„Als ich zum letzten Mal in Äthiopien aus dem Auto gestiegen bin, haben die Leute geklatscht, weil sie dachten, ich sei ein deutscher Politiker.“

Salzburg, WienDie Temperaturen in der Hopfenstube erreichen tropische Werte. In der Ecke summt ein Ventilator, der weitgehend wirkungslos gegen die Hitze ankämpft. Eigentlich sind die tropischen Temperaturen in dem holzvertäfelten, überfüllten Zimmer im Salzburger Familienhotel Imlauer eine Zumutung für den Kanzlerkandidaten.

Doch Sebastian Kurz lässt sich nichts anmerken. Die Ärmel des blütenweißen Haifisch-Kragen-Hemdes hat er über die Ellbogen geschoben. Seinen Stift hält er mit beiden Händen wie eine Wasserwaage fest. Konzentriert lauscht er einem Dutzend Unternehmern aus der Tourismusbranche, darunter auch die einflussreiche Tiroler „Seilbahn-Königin“ Martha Schultz. „Wir brauchen mehr Wertschätzung. Wir sind alle leidenschaftliche Unternehmer“, klagt ein Hotelier....

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