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23.12.2016

14:41 Uhr

EU in der Krise

Deutschlands Schicksalsfrage

VonWolfgang Münchau

PremiumDie EU droht zu zerbrechen, nicht nur in Nord und Süd, sondern auch in Ost und West. Wir steuern auf einen Konflikt zu, der tief in die deutsche Seele ragt. Nun ist der Instinkt der Kanzlerin gefragt. Ein Gastbeitrag.

Wolfgang Münchau ist Direktor von eurointelligence.com. Pressefoto [M]

Der Autor

Wolfgang Münchau ist Direktor von eurointelligence.com.

Wir wissen nicht, ob die Überraschungen des Jahres 2017 ähnlich groß sein werden wie die des auslaufenden Jahres. Hier in Europa drohen gleich zwei große Risiken, beide größer, als es der Brexit je war. Das eine wäre ein Wahlsieg von Marine Le Pen in Frankreich. Das würde Frankreichs Mitgliedschaft in der Europäischen Union zumindest infrage stellen. Das andere Großrisiko kommt von einer erneuten Euro-Krise, deren Konturen jetzt schon in Italien, Griechenland und Portugal sichtbar werden.

Ein relativ harmloses Referendum über eine Verfassungsreform mündete in Italien in einer politischen Krise. Die Lösung sieht so aus: Ein neuer Premierminister wurde ernannt,...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

23.12.2016, 16:13 Uhr

Zugegeben, ich bin kein Spezialist für Europa-Fragen. Aber aus der Existenz der EU "Deutschlands Schicksalsfrage" herleiten zu wollen, scheint mir bei weitem zu hoch gegriffen. Jahrzehntelang gab es keine EU, dann die EU der 6 Mitglieder, und Deutschland ging es stets prächtig.

Mir scheint, dass die Gefährdung der EU aus ihrer immer weiteren Ausdehnung herrührt. Dass sie immer mehr Staaten umfaßt, die kaum Gemeinsamkeiten haben und nicht zusammengehören. Auch die Briten scheinen ein Auseinanderbrechen der EU nicht als Schicksalsfrage anzusehen. Im Gegenteil. Sie sagen einfach Ade und glauben, dass dies vorteilhafter für sie ist.

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