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09.06.2016

13:23 Uhr

Europas Führungsschwäche

An der Nase herumgeführt

VonRuth Berschens

PremiumDie EU hält eisern an alten Gewohnheiten fest, Defizitsünder werden nicht bestraft. Das ist eine Dreistigkeit – vor allem gegenüber den Bürgern. Europa braucht endlich eine echte politische Führung. Eine Analyse.

Die Euro-Zone hat noch nie Sanktionen wegen überhöhter Haushaltsdefizite verhängt, und sie wird es wahrscheinlich auch nie tun. AP

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker

Die Euro-Zone hat noch nie Sanktionen wegen überhöhter Haushaltsdefizite verhängt, und sie wird es wahrscheinlich auch nie tun.

Für launige Bonmots war Jean-Claude Juncker schon immer zu haben. „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“, verkündete der Luxemburger, als er 2013 den Vorsitz der Euro-Gruppe abgab. Weniger harmlos war eine andere Bemerkung, die Juncker auf dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise herausrutschte: „Wenn es ernst wird, muss man lügen“, sagte der damalige luxemburgische Premier im Mai 2011 vor laufenden Kameras. Der Satz ließ erhebliche Zweifel an Junckers Glaubwürdigkeit aufkommen – obwohl er in diesem Moment ehrlicher war, als es bei Spitzenpolitikern üblich ist.

Ähnlich verhält es sich mit Junckers jüngster Sottise. „Weil es Frankreich ist“, antwortete er auf...

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