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07.05.2017

20:25 Uhr

Emmanuel Macron

Präsident auf Bewährung

VonThomas Hanke

PremiumEmmanuel Macron wird französischer Präsident. Er ist eine Chance für Frankreich und Europa. Ob der Linksliberale aber Erfolg haben wird, hängt nicht nur von ihm, sondern auch von Berlin ab. Eine Analyse.

Der künftige französische Präsident ist eine Chance für Frankreich und Europa. Sein Erfolg hängt vor allem, aber nicht nur von ihm selber ab. Deutschland sitzt mit im Schiff. AFP; Files; Francois Guillot

Emmanuel Macron

Der künftige französische Präsident ist eine Chance für Frankreich und Europa. Sein Erfolg hängt vor allem, aber nicht nur von ihm selber ab. Deutschland sitzt mit im Schiff.

ParisEmmanuel Macron hat es geschafft: In einem Parforceritt, den niemand vor ihm gewagt hat, ist er vom Außenseiter zum mächtigsten Mann Frankreichs aufgestiegen. Sein Erfolg enthält eine Botschaft an alle, die etwas wagen, deren verrückter Traum verlacht wird, denen gesagt wird, sie müssten sich hinten anstellen: Die eigene Entschlossenheit zählt mehr als das Urteil der Arrivierten.

Sicher hat Macron Glück gehabt. Aber schon Napoleon wusste: „Man verdankt immer etwas dem Zufall.“ Bei diesem Wahlkampf war es der Skandal, der den Konservativen François Fillon aus dem Rennen geworfen hat. Doch selbst diese Affäre hat viel zu tun mit dem Zerfall...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

08.05.2017, 12:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Hanke,

Sie zweifeln, dass Angela Merkel oder Martin Schulz das Schiff Deutschland durch die Stürme der Weltmeere steuern können? Dann brauchen wir eben ganz andere Politiker. Überirdisches muß her. Vielleicht sehen Sie sich einmal unter den Heiligen oder den Wundertätern um. Oder Sie backen sich die Politiker selbst, denen Sie Wundertaten zutrauen.

Dass die Politik der EU und der EU-Länder zum Erstarken der Rechtsextremen beigetragen hat, halte ich für Ihre persönliche Erfindung. Was wir in einigen Ländern beobachten, ist eine Rückkehr des überwunden geglaubten Nationalismus. Diese Rückkehr deutet darauf hin, dass in den Augen einiger Bevölkerungsgruppen zu viel nationale Kompetenzen an Brüssel übertragen worden sind. Vielleicht sollte man deshalb mit weiteren Integrationsschritten zunächst einige Jahre zuwarten. Auch wenn einige Kommentatoren von einer Europa-Regierung träumen, die im Handstreich alle Probleme löst.

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