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30.03.2017

12:14 Uhr

Gastbeitrag zum EU-Referendum der Briten

Fehler in der Brexit-Rechnung

VonPaul J. J. Welfens

PremiumDas Abstimmungsergebnis zum Brexit ist ein Fehlreferendum. Die britische Regierung hat ihren Bürgern wichtige Details verschwiegen – und führt Land für Jahrzehnte in ein gefährliches Abseits. Ein Gastbeitrag.

Paul J. J. Welfens ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Wuppertal. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com

Der Autor

Paul J. J. Welfens ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Wuppertal. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com

Die britische Premierministerin hat wenige Tage nach dem 60. Jahrestag der EU-Gründung den Austrittsbrief nach Brüssel geschickt. Frau May sagt, sie wolle einen harten Brexit und die Austrittsmehrheit des Referendums vom 23. Juni 2016 habe hohe Legitimität. Das Letztere aber stimmt eindeutig nicht, denn die Regierung ihres Vorgängers David Cameron verschwieg in ihrer 16-seitigen Info-Broschüre den Befund der Studie des Finanzministeriums, wonach ein EU-Austritt für Großbritannien zehn Prozent Einkommensverlust bedeute.

Nimmt man britische Popularitätsfunktionen zum Zusammenhang von Einkommenswachstum und Regierungspopularität, so hätte sich bei einer normalen Informationspolitik der Regierung eine 52-Prozent-Mehrheit für einen EU-Verbleib ergeben. So gesehen ist das Abstimmungsergebnis...

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