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26.10.2016

12:33 Uhr

Geplatzter Deal mit Chinesen

US-Geheimdienst stoppte Aixtron-Übernahme

VonThomas Sigmund

PremiumBerlin hat der Übernahme des Chip-Anlagenbauers Aixtron durch einen chinesischen Investor nicht zugestimmt. Der Grund ist überraschend: US-Geheimdienste wiesen auf das militärische Potenzial hin.

Ein chinesischer Investor wollte den Herzogenrather Chip-Anlagenbauer Aixtron übernehmen. Eine anfängliche Unbedenklichkeitsbescheinigung zog die Bundesregierung zurück – auf Anraten von US-Geheimdiensten. Reuters

Aixtron-Sitz in Herzogenrath

Ein chinesischer Investor wollte den Herzogenrather Chip-Anlagenbauer Aixtron übernehmen. Eine anfängliche Unbedenklichkeitsbescheinigung zog die Bundesregierung zurück – auf Anraten von US-Geheimdiensten.

BerlinDie geplatzte Übernahme des Chip-Anlagenbauers Aixtron bekommt eine überraschende Wendung. Nach Informationen des Handelsblatts aus deutschen Geheimdienstkreisen intervenierten amerikanische Geheimdienste beim Kanzleramt, um den Deal mit den Chinesen zu verhindern. Die Amerikaner präsentierten Ermittlungsergebnisse, wonach Produkte von Aixtron auch militärisch genutzt werden können. Es wird in Washington befürchtet, dass China Chips, die mit Aixtron-Maschinen produziert wurden, in seinem Nuklearprogramm einsetzt.

Am vergangenen Freitag hatte das Bundeswirtschaftsministerium seine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Übernahme durch einen chinesischen Investor überraschend zurückgezogen. Als Grund wurde bislang von deutscher Seite über sicherheitspolitische Erwägungen der Bundesregierung spekuliert. Das Kanzleramt wollte sich auf Anfrage zu den neuen...

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