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01.03.2016

13:14 Uhr

Grenzen der Solidarität

Europas geplatzter Traum

VonThomas Ludwig

PremiumWenn Ungarn und Österreich ihre Grenzen schließen, dann zeigt das nur: Die Solidargemeinschaft, derer sich die EU rühmte, ist am Ende. Europa muss aufpassen, dass es nicht bald in einem Albtraum erwacht. Eine Analyse.

Europa muss das Problem dort angehen, wo es entsteht – außerhalb der EU-Grenzen. AFP; Files; Francois Guillot

Flüchtlingskind an der griechisch-mazedonischen Grenze

Europa muss das Problem dort angehen, wo es entsteht – außerhalb der EU-Grenzen.

BrüsselUnd wieder einmal sind es nicht die längst bekannten Fakten, die erschüttern, sondern die Bilder: Verzweifelte Menschen reißen Grenzzäune nieder, Väter mit Babys im Arm blockieren Gleise, rangeln um Nahrungsmittel und Plastikplanen. Oder sie schlagen sich in Flüchtlingstrecks mit ein paar Säcken letzter Habe durchs Land – wohl wissend, dass es an der Grenze zu Mazedonien für sie nicht weitergehen wird. Zehntausende Menschen sitzen in Griechenland fest. Zwischen Notdurft, Müll und Ausweglosigkeit. Mittendrin freiwillige Helfer. Sie verteilen Schokolade und Ballons an Kinder, damit wenigstens die Kleinsten für einen Moment etwas zu lachen haben. Doch für Hoffnung braucht es mehr.

Kommentare (1)

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Herr Johannes Pütz

01.03.2016, 09:55 Uhr

Die Solidargemeinschaft war ja schon vorher geplatzt. Maßgeblich hatte Griechenland daran schuld. Sich durch Lügen, Betrügen und offensichtliche Luftbuchungen in den Euro mogeln, EU Gelder nicht als Investition sondern nur zur Klientelpolitik verwenden, in der Steuerverwaltung komplett versagen - und wenn's schief geht die Nachbarn anschnorren. Danach alle Zusagen brechen, Litauen und die Slowakei blechen lassen, aber die Großkapitalisten im eigenen Lande die Parties finanzieren. In der Flüchtlingskrise nichts unternehmen, außer sich um den Tourismus zu sorgen, arme Flüchtlinge und gerissenen Verbrecher munter durchwinken - egal wohin, nur halt nicht in Griechenland lassen. Acht Monate irgendwelche Grenzposten aufbauen, die dann weder Bleistift noch Personal haben - und auch nicht funktionieren. Munter den Streit mit der Türkei und der Republik Makedonien köcheln lassen und nichts für ein Verständnis mit den Nachbarn tun. Aber natürlich ist immer ein anderer Schuld an der Miserer, meistens Deutschland. Erst, weil es nicht schnell genug Geld gibt, dann, weil es ja die Flüchtlinge eingeladen hat.

Auf so ein EU Mitglied pfeif ich, Griechenland raus und mit dem Rest dann eine bessere EU stricken.

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