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12.08.2015

10:55 Uhr

Griechenland-Krise

Es droht der große Bruch

VonGerd Höhler

PremiumDas dritte Hilfspaket wird für die griechische Regierungspartei Syriza zur Zerreißprobe. Spaltet sich der linksextreme Flügel ab, drohen Neuwahlen. Doch Premier Alexis Tsipras scheint das nicht zu schaden.

Die Euroländer müssen dem Reform- und Kreditpaket noch zustimmen. ap

Tsipras muss bangen

Die Euroländer müssen dem Reform- und Kreditpaket noch zustimmen.

AthenFür das radikale Linksbündnis Syriza, das seit Ende Januar in Athen regiert, wird das neue Hilfspaket zur Zerreißprobe für die Partei. Premierminister Alexis Tsipras muss um die Mehrheit fürchten. Tsipras selbst spricht im Zusammenhang mit dem Rettungsprogramm immer wieder von einem „schlechten Abkommen“, das ihm aufgezwungen werde und „an das ich nicht glaube“. Doch er verspricht, das Maßnahmenpaket umzusetzen.

Die Reform- und Sparauflagen, die Griechenland jetzt im Gegenzug zu den frischen Milliardenkrediten umsetzen muss, widersprechen größtenteils diametral den Wahlversprechen, mit denen Tsipras Ende Januar an die Macht kam. Daran scheiden sich im Linksbündnis Syriza jetzt die Geister.

Zeitplan für Griechenland-Hilfen

Die Hürden auf dem Weg zur Einigung

Griechenland und seine Geldgeber scheinen auf dem besten Weg zu einer endgültigen Einigung über ein drittes Hilfsprogramm. Bis zur Auszahlung des ersten Milliardenkredits gilt es allerdings weitere Hürden zu nehmen. Eine Übersicht, was in den kommenden Tagen noch passieren müsste.

Montag, 17. August bis Donnerstag, 20. August

In Deutschland und einigen anderen Ländern müssen auch die nationalen Parlamente dem Hilfsprogramm zustimmen. Bereits Anfang der kommenden Woche könnten deswegen Sondersitzungen anberaumt werden. Der Bundestag stimmt am kommenden Mittwoch ab.

Donnerstag, 20. August

Griechenland muss 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen. Im Idealfall kommt das Geld bereits aus dem neuen Hilfsprogramm.

Die für...

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