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14.07.2015

07:16 Uhr

Hellas-Innenpolitik

Tsipras kann nur kurz durchatmen

VonGerd Höhler

PremiumAuf den griechischen Premier kommen harte Zeiten zu. Nach dem Gipfel-Kompromiss wenden sich die eigenen Leute von ihm ab. Und der Graben zwischen Hellas und Deutschland ist noch tiefer geworden.

In Athen warten auf ihn neue Schlachten, die es zuschlagen gilt. ap

Alexis Tsipras

In Athen warten auf ihn neue Schlachten, die es zuschlagen gilt.

AthenStrahlende Sieger sehen anders aus. Alexis Tsipras ist übernächtigt, als er am Montagmorgen nach dem Krisen-Marathon in Brüssel vor die Kameras tritt. Er zwingt sich zu einem Lächeln. Die Kampfeslust des griechischen Premiers, der bald 41 Jahre alt wird, ist trotz des 16-stündigen Ringens beim Euro-Sondergipfel ungebrochen: „Wir haben in einer harten Schlacht bis zum Ende gekämpft und die bestmögliche Vereinbarung erzielt.“

Tsipras wäre nicht Tsipras, wenn er nicht noch am Montagmorgen aus der Rolle des Regierungschefs in die des Populisten zurückfallen würde. Er malt die alten Feindbilder aus: Die „extremistischen Bestrebungen der allerkonservativsten Kreise der Europäischen Union“ habe...

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