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09.06.2017

06:45 Uhr

Ifo-Chef Clemens Fuest

„Deutschland wäre der größte Brexit-Verlierer“

VonJens Münchrath

PremiumClemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts, warnt vor den Folgen eines harten Brexit. Im Interview fordert er, dass die EU keine Zwangsgemeinschaft sein darf, und erklärt, welche Reformen Großbritannien dringend braucht.

„Thatchers Politik hat die Briten davor bewahrt, auf den Status eines Schwellenlandes abzusteigen.“ dpa

Clemens Fuest

„Thatchers Politik hat die Briten davor bewahrt, auf den Status eines Schwellenlandes abzusteigen.“

Clemens Fuest hat ein besonderes Verhältnis zu den Briten. Er lebte nicht nur fünf Jahre in Oxford und lehrte dort Ökonomie. Der 48-Jährige hat das Land auch schätzen gelernt, weil es „kosmopolitischer und liberaler ist als jedes andere Land“, das er kennt. Die Nacht, in der die Briten sich für einen Ausstieg aus der EU entschieden, war für Fuest eine einschneidende. „Als ich sah, was passiert ist, war mir klar, dass Europa sich in dieser Nacht grundlegend verändert hatte“, sagt Fuest heute. Je mehr Zeit vergeht, desto sicherer ist Fuest, dass sein damaliges Gefühl ihn nicht trog.

Herr Fuest, Sie...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

09.06.2017, 17:06 Uhr

Sehr geehrter Herr Fuest,

bei der Abstimmung über den Brexit stimmten fast die Hälfte der Wähler (48 %) für einen Verbleib in der EU. Eine leichte Mehrheit (52 %) war gegenteiliger Meinung. Angesichts dieser Konstellation hätte es nahe gelegen, einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiß zu suchen. Der harte Brexit, für den sich die Regierung May entschied, tritt den Willen der Minderheit völlg unnötig mit Füßen. Mag sein, dass in einer Demokratie die Mehrheit das Sagen hat. Aber den Willen der Minderheit vollständig ignorieren, ist eine undemokratische Diktatur.

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