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14.12.2016

11:19 Uhr

Joberhaltungsmaßnahmen

Trumps Mogelpackung

VonTorsten Riecke

PremiumTrump will Arbeitsplätze in den USA halten – um jeden Preis. Doch seine Wirtschaftspolitik nach Gutsherrenart kann die Marktgesetze nicht außer Kraft setzen. Das wissen auch wir in Deutschland nur zu genau. Eine Analyse.

Donald Trumps Slogan ist nicht mehr als heiße Luft. Denn seine Konjunkturpläne sind langfristig schädigend für die US-Wirtschaft. AP

„Make America great again“

Donald Trumps Slogan ist nicht mehr als heiße Luft. Denn seine Konjunkturpläne sind langfristig schädigend für die US-Wirtschaft.

Donald Trump sagt Amerikas Wirtschaft, wo es langgeht. Kurz nach seiner Wahl zum US-Präsidenten „rettete“ er rund 800 Jobs beim Kühlgerätehersteller Carrier in Indiana. Ein Telefonanruf aus dem Trump Tower genügte, um das Carrier-Management davon abzubringen, die Arbeitsplätze nach Mexiko zu verlagern. Heute trifft sich der designierte Präsident mit den Technologiegrößen aus dem Silicon Valley, um Apple & Co. zu „überreden“, ihre High-Tech-Fabriken künftig in Amerika und nicht etwa in China zu bauen.

Die Trumponomics funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Der Unternehmer-Präsident lockt die US-Firmen mit niedrigeren Steuern und weniger Regulierung. Wem das Zuckerbrot nicht schmeckt und trotzdem Jobs nach...

Kommentare (2)

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Herr Engelbert Büning

14.12.2016, 09:23 Uhr

Wir erleben einen Paradigmenwechsel durch diese neue Politik. Unsere bisher angestrebten offenen Grenzen haben dazu geführt das die Verquickung der beiden politischen Grundprinzipien die "Nichteinmischung in innere Angelegenheiten" mit dem "freien Handel mit der Welt" nicht den bisher ersehnten globalen Frieden gebracht hat. Stattdessen wurden eher die Ausbeutung der Menschen in Diktaturen und deren Stabilisierung und bei uns Bequemlichkeitsimporte mit Steigerung der Staatsverschuldung gefördert. Nach den bestehenden Regeln sind uns Strafzölle auf Importe für Produkte aus asozial geführten Unternehmen aus diesen Ländern nicht erlaubt. Das muss sich ändern und es scheint, das die Unbefangenheit eines Populisten wie Trump, hierfür einen Startschuss geben könnte. Sogar unbewusst mag das sein. Jedenfalls wollen die Menschen Jobs bei uns und in asozialen diktatorischen Ländern keine weitere Ausbeutung. Die bisher gelebten und installierten Institutionen, so wichtig ihre Existenz ist, sind endlich völlig neu zu ordnen wie z.B. das Interventionsrecht der UNO, die EU schlicht das gesamte heutige Vertragskonvolut. Abschottung wie ein Reset eines modernen Großstaates wie die USA könnte dazu gehören, vielleicht zusammen mit den anderen Staaten gleicher Prinzipien! Mitdenken ist angesagt und nicht die Wiederholung tradierter aber gescheiterter Bequemlichkeitspolitik! Die war auch gefährlich genug wie wir sehen können, jetzt wird die Gefahr deutlicher.

Herr Engelbert Büning

14.12.2016, 09:24 Uhr

Wir erleben einen Paradigmenwechsel durch diese neue Politik. Unsere bisher angestrebten offenen Grenzen haben dazu geführt das die Verquickung der beiden politischen Grundprinzipien die "Nichteinmischung in innere Angelegenheiten" mit dem "freien Handel mit der Welt" nicht den bisher ersehnten globalen Frieden gebracht hat. Stattdessen wurden eher die Ausbeutung der Menschen in Diktaturen und deren Stabilisierung und bei uns Bequemlichkeitsimporte mit Steigerung der Staatsverschuldung gefördert. Nach den bestehenden Regeln sind uns Strafzölle auf Importe für Produkte aus asozial geführten Unternehmen aus diesen Ländern nicht erlaubt. Das muss sich ändern und es scheint, das die Unbefangenheit eines Populisten wie Trump, hierfür einen Startschuss geben könnte. Sogar unbewusst mag das sein. Jedenfalls wollen die Menschen Jobs bei uns und in asozialen diktatorischen Ländern keine weitere Ausbeutung. Die bisher gelebten und installierten Institutionen, so wichtig ihre Existenz ist, sind endlich völlig neu zu ordnen wie z.B. das Interventionsrecht der UNO, die EU schlicht das gesamte heutige Vertragskonvolut. Abschottung wie ein Reset eines modernen Großstaates wie die USA könnte dazu gehören, vielleicht zusammen mit den anderen Staaten gleicher Prinzipien! Mitdenken ist angesagt und nicht die Wiederholung tradierter aber gescheiterter Bequemlichkeitspolitik! Die war auch gefährlich genug wie wir sehen können, jetzt wird die Gefahr deutlicher.

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