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14.02.2017

12:00 Uhr

Kampf gegen Populisten

Dagegensein reicht nicht

VonTorsten Riecke

PremiumDer Widerstand gegen Trump wird immer größer. Doch selbst wenn er scheitert: Die Ursachen, die so viele Bürger in die Arme von Populisten getrieben haben, würden bleiben. Die Politik braucht Antworten. Eine Analyse.

Politischen Stellungskampf um liberale Werte. AP

Anti-Trump-Protest in New York

Politischen Stellungskampf um liberale Werte.

Zuerst war es Empörung. Wie kann so einer amerikanischer Präsident werden: ein rüder Bully, der es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt. Gut drei Wochen sitzt Donald Trump jetzt im Weißen Haus, und aus der Empörung ist offener Widerstand geworden. In Amerika gehen die Menschen auf die Straße, und Richter weisen den CEO-Präsidenten in die Schranken der Verfassung. In Europa rüstet man sich dafür, die europäische Einigung gegen den Spalter Trump zu verteidigen. Was für eine Ironie der Geschichte: Gaben die Amerikaner mit dem Marshall-Plan doch erst den Anstoß zur friedlichen Einigung Europas.

Und der Widerstand zeigt Wirkung:...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

14.02.2017, 14:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Riecke,

ich stimme Ihnen zu. Es gibt Wutbürger, die sich ökonomisch abgehängt, politisch allein gelassen und kulturell heimatlos fühlen.

Was ich vermisse ist das offene Eingeständnis, dass es darauf bislang keine Antworten gibt. Weder von Seiten der Populisten. Noch durch die berüchtigten Talkshow-Argumente, wonach wir einfach nur mehr Bildung, mehr Infrastrukturinvestitionen und mehr private Investitionen brauchen. Dummes Zeug.

Lassen Sie mich selbst einmal nach einer Antwort suchen. Wir haben in Deutschland einen Niedrig-Lohn-Sektor, in dem rund ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet. Wir hören immer wieder von diesen Mitbürgern, dass sie mit ihrem Einkommen gerade so und nur mit Mühe und Not über die Runden kommen. Dass sie Probleme haben, ihre Miete aufzubringen und ihr ganzes Leben lang nur Schrottkisten fahren können. Und diese Mitbürger wissen auch, dass sie am Ende ihres Arbeitslebens keine auskömmliche Rente bekommen werden. Weiterhin gibt es auch sogenannte prekäre Arbeitsverhältnisse, von denen ich nur die zeitlich befristeten Arbeitsverträge herausgreifen will. Faktum ist, dass viele Arbeitgeber, insbesondere der Staat, grundsätzlich nur zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse anbieten und alle zwei Jahre über eine Weiterbeschäftigung entscheiden.

Was meinen Sie? Habe ich herausgefunden, wo wir die Wutbürger suchen müssen und was wir für sie tun müssen?

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