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19.12.2015

10:07 Uhr

Klassiker wiedergelesen

Die Rückkehr der Geschichte

VonTorsten Riecke

PremiumDie US-Politologen Francis Fukuyama und Samuel P. Huntington gelten als die großen Antagonisten unter den modernen Welterklärern. Die jüngsten Krisen machen ihre Thesen aktueller denn je.

A French soldier enforcing the Vigipirate plan, France's national security alert system, is pictured on November 18, 2015 in Paris in front of the Eiffel Tower, which is illuminated with the colors of the French national flag in tribute to the victims of the November 13 Paris terror attacks in which some 129 people were killed. AFP PHOTO / JOEL SAGET AFP

A French soldier enforcing the Vigipirate plan, France's national security alert system, is pictured on November 18, 2015 in Paris in front of the Eif

A French soldier enforcing the Vigipirate plan, France's national security alert system, is pictured on November 18, 2015 in Paris in front of the Eiffel Tower, which is illuminated with the colors of the French national flag in tribute to the victims of the November 13 Paris terror attacks in which some 129 people were killed. AFP PHOTO / JOEL SAGET

Das Duell der Bücher begann 1989. Damals, im Jahr des Mauerfalls, sah Francis Fukuyama mit dem Ende des Kalten Krieges in Europa auch „Das Ende der Geschichte“ gekommen. Sein Kontrahent Samuel P. Huntington, veröffentlichte vier Jahre später die Streitschrift „Kampf der Kulturen´“, die sich wie eine Replik auf die Prophezeiung seines ehemaligen Schülers las.

Was zunächst ein akademischer Streit zwischen zwei der einflussreichsten Politikwissenschaftler Amerikas blieb, wandelte sich mit den Terroranschlägen am 11. September 2001 zum intellektuellen Kern einer weltgeschichtlichen Auseinandersetzung: Markiert der Mauerfall das Ende aller totalitären Ideologien und den Sieg von Demokratie, Frieden und Marktwirtschaft, wie Fukuyama meint?...

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