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31.07.2017

15:31 Uhr

Kommentar zu Venezuela

Ein lupenreiner Diktator

VonAlexander Busch

PremiumDas Volk von Venezuela stellt sich gegen seinen Präsidenten, EU und USA hat es dabei auf seiner Seite. Doch Nicolás Maduro wird seinen Weg weitergehen. Auch westliche Sanktionen würden daran nichts ändern. Ein Kommentar.

Der Staatschef behauptet, gut 40 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich an der Abstimmung beteiligt. AFP; Files; Francois Guillot

Nicolas Maduro am Abend des Referendums

Der Staatschef behauptet, gut 40 Prozent der Wahlberechtigten hätten sich an der Abstimmung beteiligt.

Präsident Maduro hat bei den Wahlen zur Verfassungsversammlung eine Schlappe erlitten. Trotz seiner Drohungen, Einschüchterungen und Bitten bis zuletzt weigerte sich die Mehrheit der Venezolaner, ihre Stimme für die Verfassungsversammlung abzugeben. Geschickt hatte die Opposition den unbeliebten Präsidenten vor sich hergetrieben: mit einem symbolischen Plebiszit gegen die Verfassungsänderung, an dem sich trotz der zunehmenden Repression und absehbarer Repressalien mehrere Millionen Menschen beteiligten. Mit Protesten und Generalstreiks, trotz des Demonstrationsverbots.

Dennoch hat Maduro sein Ziel erreicht. Er wird noch diese Woche die Verfassungsversammlung antreten lassen und dann schnell den Kongress und die Staatsanwaltschaft entmachten, wo sich die Opposition gegen sein Regime...

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