Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.12.2016

18:03 Uhr

Krisenangst in Europa

Italien ist nicht Griechenland

VonRuth Berschens

PremiumNach dem „Nein“ beim Referendum kommen neue Untergangsszenarien für Italien und Europa auf – zu Unrecht. Der Rücktritt von Premier Renzi ist kein Grund zur Panik. Das Land kann und wird sich selbst helfen. Eine Analyse.

Der Premierminister gibt das politische Schicksal Italiens aus der Hand. AP

Matteo Renzi

Der Premierminister gibt das politische Schicksal Italiens aus der Hand.

Griechenland I und II, Irland, Portugal, Spanien, Zypern und schließlich Griechenland III: Sieben Hilfskredite für fünf Mitgliedstaaten hat die Europäische Währungsunion seit 2010 bewilligt, und sie könnte noch viel mehr stemmen: Der Euro-Rettungsfonds ESM hat nur ein gutes Viertel seiner Mittel ausgegeben. Immerhin 373 Milliarden Euro sind noch übrig für weitere Darlehen.

Das ist eine stattliche Summe. Doch sie würde nicht annähernd ausreichen, um Italien aufzufangen. Die Staatsverschuldung des Landes – rund 2,16 Billionen Euro – übersteigt das Kreditpotenzial des Euro-Rettungsfonds fast um das Fünffache. Hinzu kommen die – ebenfalls milliardenschweren – Verbindlichkeiten des maroden italienischen Bankensektors.

Die Währungsunion konnte...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×