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17.08.2015

13:12 Uhr

Kurden-Debatte in der Türkei

Freunde und Terroristen

VonOzan Demircan

PremiumDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verschärft den Ton gegenüber den Kurden – und widerspricht seinen eigenen Äußerungen. Dahinter steckt auch politisches Kalkül.

Nach dem Anschlag in Suruc im Juli 2015 tötete die PKK aus Rache zwei Soldaten. Seitdem gilt die Waffenruhe als aufgekündigt. dpa

Kurdische Flagge

Nach dem Anschlag in Suruc im Juli 2015 tötete die PKK aus Rache zwei Soldaten. Seitdem gilt die Waffenruhe als aufgekündigt.

IstanbulEs gibt einen Recep Tayyip Erdogan aus dem Jahr 2005 und einen aus dem Jahr 2015. Der Erdogan aus dem Jahr 2005 sagte als erster türkischer Regierungschef, ja, es gebe ein Kurdenproblem. „Dieses Problem ist ein Problem der gesamten türkischen Nation“, mahnte er und fügte hinzu: „Wir werden dieses Problem mit mehr Demokratie lösen.“

Die Kurden stellen mit rund 20 Prozent die größte Minderheit in der Türkei. Vielfach leben Kurden und Türken friedlich zusammen. „Viele sind unsere Freunde, Kollegen, Nachbarn“, erklärt ein Kellner aus Istanbul. Es gebe kein Kurdenproblem, nur ein PKK-Problem.

1984 gründete Abdullah Öcalan die marxistisch-leninistische...

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