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24.08.2015

17:59 Uhr

Maßnahmen gegen Hungersnot

Nordkorea probiert es mit ein bisschen Markt

VonMartin Kölling

PremiumIn Nordkorea herrscht eine „Jahrhundertdürre“, doch eine Hungersnot wie in den 90ern ist unwahrscheinlich – auch wegen der Reformen von Staatschef Kim Jong-Un. Das Profitstreben der Bauern soll Schlimmeres verhindern.

Die Ernten sind gering, weil es an Landmaschinen und Dünger mangelt. ap

Arbeit auf dem Feld in Nordkorea

Die Ernten sind gering, weil es an Landmaschinen und Dünger mangelt.

TokioDie Worte klangen bedrohlich. Im Juni proklamierte Nordkorea eine „Jahrhundertdürre“ und bat seinen Verbündeten Iran medienwirksam um Hilfslieferungen. Erinnerungen an die Zeit Mitte der 1990er-Jahre kamen hoch, als Hunderttausende Menschen in dem abgeschlossenen kommunistischen Land verhungerten. Doch diesmal hielt sich die internationale Besorgnis in Grenzen: „Eine Hungersnot ist unwahrscheinlich“, meint etwa Nordkorea-Experte Andrej Lankov von der Kookmin-Universität in Seoul.

Ein wichtiger Grund sind die Wirtschaftsreformen unter Staatschef Kim Jong-Un, die das Land flexibler auf Engpässe reagieren lassen. Die Ausdehnung von Marktwirtschaft im sonst so kommunistischen Land hat die Menschen unabhängiger von der maroden Staatswirtschaft gemacht und die Widerstandskraft der...

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