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18.04.2017

16:07 Uhr

May kündigt Neuwahlen an

Pure Machtstrategie

VonKatharina Slodczyk

PremiumTheresa May hat überraschend für dieses Jahr Neuwahlen angekündigt – und gibt den anderen Parteien die Schuld. Dabei nutzt sie bloß die Schwäche der Opposition, um ihre Mehrheit im Unterhaus auszubauen. Ein Kommentar.

Aus Mangel an Alternativen ist sie im Sommer vergangenen Jahres als Regierungschefin Großbritanniens installiert worden. Reuters

Theresa May

Aus Mangel an Alternativen ist sie im Sommer vergangenen Jahres als Regierungschefin Großbritanniens installiert worden.

LondonGroßbritanniens Premierministerin Theresa May hat eine Weile gebraucht, um diese Lektion zu lernen: Schafft man es in die Downing Street, ohne selbst Wahlkampf geführt zu haben, ist die Amtszeit häufig überschaubar und nicht von Erfolg gekrönt. Diese Erfahrung hat zuletzt Gordon Brown gemacht, der Großbritannien von 2007 bis 2010 regierte. Auch May ist im Sommer 2016 als Regierungschefin installiert worden – aus Mangel an Alternativen. Vorgezogene Neuwahlen hatte sie seither ausgeschlossen. Bis Dienstag. Da kündigte sie diesen Schritt an und schob die Schuld den anderen Parteien in die Schuhe. Diese würden ihren Brexit-Kurs nicht unterstützen. Das gefährde den Erfolg...

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