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20.09.2016

06:26 Uhr

Mitsubishi-Chemical-Verwaltungsratschef Kobayashi

„Wir müssen uns um unsere Demokratien sorgen“

VonMartin Kölling

PremiumFür den Verwaltungsratschef von Japans größtem Chemiekonzern könnte Europa ein Symbol für gesellschaftliche Zersplitterung werden. Yoshimitsu Kobayashi spricht er über die Brexit-Folgen – und schwierige Zeiten für Japan.

„Abe hat einige Reformen durchgeführt, aber es muss noch viel mehr gemacht werden.“ Bloomberg

Yoshimitsu Kobayashi

„Abe hat einige Reformen durchgeführt, aber es muss noch viel mehr gemacht werden.“

TokioYoshimitsu Kobayashi, der Verwaltungsratschef von Japans größtem Chemiekonzern Mitsubishi Chemical, hat schon immer gerne über die eigene Konzernbilanz hinausgeguckt. Und es spricht für seinen Reformgeist, dass der 70-jährige sich vor allem im Unternehmerverband Keizai Doyukai engagiert hat, der im Gegensatz zur Unternehmenslobby Nippon Keidanren als Sprachrohr der Veränderer gilt. Ministerpräsident Shinzo Abe berief ihn daher in mehrere Beratungsgremien, um Japans Wirtschaftsstrategie mitzugestalten.

Herr Kobayashi, was heißt Großbritanniens Entscheidung, aus der Europäischen Union auszutreten, für Japan als einen der größten Investoren dort?

Als das Brexit-Votum passierte, waren alle so besorgt über den Aktienmarkt, den Wechselkurs und so weiter. Nun scheinen...

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