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10.10.2016

20:00 Uhr

Nationalismus gefährdet Globalisierung

Wettlauf der Lobbyisten

VonHarold James

PremiumEin neuer Nationalismus gefährdet die Globalisierung – und er ist längst verankert in den Behörden und Institutionen. Er zeigt sich vor allem in den zweifelhaften Geldstrafen gegen ausländische Firmen. Ein Gastbeitrag.

James Harold ist Historiker an der Princeton University. dpa Picture-Alliance/Schellnegger [M]

Der Autor

James Harold ist Historiker an der Princeton University.

In einem Jahr, in dem das Vereinigte Königreich für den Brexit aus der Europäischen Union gestimmt hat und die Republikaner in den USA Donald Trump zu ihrem Präsidentschaftskandidaten gekürt haben, scheint ein gegen die Globalisierung gerichteter Populismus allgegenwärtig zu sein. Es ist zwar verlockend, Populismus als einen Grund für die globalen wirtschaftlichen Probleme zu betrachten, doch tatsächlich hat die Bewegung bislang nur begrenzt politische Erfolge erzielt.

Ein Grund, warum die Globalisierung in Bedrängnis geraten ist, sind Entscheidungen, die von Regierungen unter der Ägide einer offenen internationalen Ordnung getroffen wurden. Doch vor allem wird sie von gerichtlichen und quasi-gerichtlichen Entscheidungen in...

Kommentare (1)

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Herr Matthias Moser

12.10.2016, 15:40 Uhr

Endlich wird mal angesprochen, was Fakt ist: Die USA machen mit ihrer imperialistischen Justiz, die schon längst auch außer den Landesgrenzen operiert, Industriepolitik. Die Strafen fallen für nichtamerikanische Firmen immer drastisch aus, für amerikanische deutlich niedriger. Es werden auch "Taten" geahndet, die Amerika noch nicht mal berühren.
Leider gibt es niemanden, der diesem Treiben Einhalt gebietet. Eigentlich müsste die EU mit gleicher Waffe zurückschlagen. Anlässe gäde es genug: facebook mit seiner zweifelhaften Moral und wieder facebook und Google mit der Nichtachtung der Privatsphäre und klaren Verstößen gegen europäisches Recht beim Datenschutz. 50 Mrd. pro Konzern wäre da schon mal drin.

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