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14.07.2015

20:00 Uhr

Neue Griechenland-Hilfen

Madame Lagarde ziert sich

VonRuth Berschens, Jan Hildebrand

PremiumNach der Einigung mit Griechenland stehen die Europäer vor neuen Problemen. Christine Lagarde fordert Erleichterungen für Athen, damit sich der IWF an weiteren Hilfen beteiligt. Das geht Merkel und Schäuble zu weit.

Tsipras über das Referendum

„Unsere Partner zeigten ein rachsüchtiges Verhalten!“

Tsipras über das Referendum: „Unsere Partner zeigten ein rachsüchtiges Verhalten!“

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BrüsselWolfgang Schäuble (CDU) hat sich in der griechischen Frage seinen Pessimismus erhalten, trotz der Einigung in Brüssel auf ein drittes Hilfsprogramm. „Die Verhandlungen werden außergewöhnlich schwierig sein“, sagt der Bundesfinanzminister.

Dabei gab es immerhin eine gute Nachricht in Brüssel, wo sich die Euro-Finanzminister trafen. Das neue Hilfsprogramm dürfte für die Europäer nicht ganz so teuer werden wie befürchtet. Der Kredit des Rettungsfonds ESM an Griechenland werde sich auf 40 bis 50 Milliarden Euro belaufen, sagt ein EU-Beamter. Zwar liege der Finanzbedarf in den kommenden drei Jahren bei bis zu 86 Milliarden Euro – doch Athen könne noch auf andere...

Kommentare (1)

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Herr Nikolaus Karsten

15.07.2015, 08:17 Uhr

Warum soll Europa mit dem griechischen Staat solidarisch sein, wenn die Griechen mit ihrem eigenen Staat nicht solidarisch sind?

Ein Land besteht finanziell betrachtet aus den öffentlichen Schulden und dem privaten Vermögen. Die Griechen haben doppelt so hohe private Vermögen wie die Deutschen (http://www.welt.de/wirtschaft/article115143342/Deutsche-belegen-beim-Vermoegen-den-letzten-Platz.html) Bevor nun deutlich weniger vermögende Menschen in anderen EU-Ländern die griechischen öffentlichen Kassen durch Steuerzahlungen unterstützen, müssen die vermögenden Griechen das tun.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Deutschland ab 1949 eine Vermögensabgabe auf den Vermögensbestand von 1948 erhoben, die 1952 im Rahmen des Lastenausgleichs abschließend geregelt wurde. Die Bemessungsgrundlage orientierte sich grundsätzlich an der Vermögensteuer, juristische Personen waren gesondert steuerpflichtig. Abgabepflichtig waren vor allem Grund- und Betriebsvermögen entsprechend den steuerlichen Einheitswerten.

Warum trauen sich Frau Merkel und die CDU nicht das auszusprechen, was Konrad Adenauer einst den Deutschen verordnete?

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