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19.05.2017

14:56 Uhr

Philippinischer Außenminister Alan Peter Cayetano

„Die Europäer politisieren die Menschenrechte"

VonFrederic Spohr

PremiumDer designierte Chefdiplomat der Philippinen, Alan Peter Cayetano, weist im Interview die Kritik der EU am Anti-Drogen-Kampf seiner Regierung zurück und wirft dem Westen vor, eigene Interessen zu verfolgen. Für die Zukunft hofft er auf Donald Trump und spricht über die „Hurensohn“-Flüche seines Chefs Rodrigo Duterte.

Der neue philippinische Außenminister Alan Peter Cayetano steht hinter seinem Präsidenten Rodrigo Duterte. Reuters

Alan Peter Cayetano

Der neue philippinische Außenminister Alan Peter Cayetano steht hinter seinem Präsidenten Rodrigo Duterte.

Phnom PenhEin bisschen bubenhaft sieht Alan Peter Cayetano aus, und er spricht mit zarter Stimme. Das passt so gar nicht zum grobschlächtigen Auftretens seines Chefs, dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte. Doch spätestens ab Montag werden die beiden eng zusammenarbeiten. Bis dahin will Alan Peter Cayetano seinen Eid als neuer Außenminister der Philippinen abgelegt haben. Am heutigen Mittwoch ist er bereits von der Ernennungskommission des Landes bestätigt worden.

Senator Cayetano, in wenigen Tagen werden Sie Außenminister der Philippinen. Dann müssen Sie auf internationaler Bühne die Entgleisungen ihres Präsidenten Rodrigo Duterte rechtfertigen und den umstrittenen Drogenkrieg verteidigen. Keine leichte Aufgabe.
Die...

Kommentare (1)

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Herr Rainer Brinckmeier

19.05.2017, 19:53 Uhr

Danke ans HB , dass die Philippnen manchmal ein Thema sind, obwohl relativ unwichtig für Europäer. Die Philippinen wurden fast 500 Jahre von Europäern und amerikanischen Europäern kolonialisiert, Feriheitsbewegungen brutal niedergeschlagen und im letzten grossen Krieg Amerikas erst gegen die spanische Kolonialmacht, dann gegen die Philippinische Bevölkerung, in der die USA über 1 Million Filipinos ermordete. Diese Menschen verachtende Politik der Europäer (Amerikaner sind auch Europäer) wird merkwürdigerweise nie zu einem Thema, wenn man die Philippinen kritisiert. Die europäische Politik schafft es in virtuoser Manier sich als Moralapostel der Welt ausserhalb Europas darzustellen, ohne nur im geringsten auf die jeweiligen Besonderheiten anderer miest ferner Völker einzugehen, von denen Europäer keine Ahnung haben.
Der ph Präsident mag grob klingen für uns, steht aber haushoch z.B. über einem Martin Schulz, der sich illegal für seine Absenzen in der EU bezahlen liess, Duterte ist genau wie Merkel vollkommen immun gegen materielle Interessen. Er ist einer der volksnahen und aufrichtigen Politiker, auch in den Philippinen eine Rarität, genau wie Merkel unter europäischen Politikern, die sich gern Posten und Einnahmequellen sichern, eine Rarität ist. Man sollte ihm unbedingt vertrauen.

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