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22.02.2017

17:48 Uhr

Präsident unberechenbar

Wer zeigt Trump die Grenzen auf?

VonJens Münchrath

PremiumDonald Trump hält sich für unangreifbar. Nicht Europa und auch nicht die Checks and Balances werden den Präsidenten zähmen. Doch er hat eine Schwachstelle: sein falsches ökonomisches Kalkül. Eine Analyse.

Europa kann dem US-Präsidenten nicht viel entgegensetzen. AFP; Files; Francois Guillot

Donald Trump

Europa kann dem US-Präsidenten nicht viel entgegensetzen.

Eine Vision wird das Land leiten, die Vision von der Herrschaft des Volks, geschützt vom Militär und von Gott. Eine „historische Bewegung, wie sie die Welt noch nie gesehen hat“. So hat Donald Trump seine Präsidentschaft angekündigt. Und wer wollte gut einen Monat nach seinem Amtsantritt bestreiten, dass wir tatsächlich Zeugen eines historischen Moments sind. Nie hat es einen solchen amerikanischen Präsidenten gegeben. Einen Präsidenten, der sich selbst gar nicht als Politiker versteht, sondern als eine Art Volkstribun – und der sich als solcher für unangreifbar hält.

Nur so sind die Willkür und die Unberechenbarkeit zu erklären, mit denen Trump...

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

23.02.2017, 17:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Münchrath,

über weite Teile Ihres Artikels stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Meine Zweifel entzünden sich an der These, dass Trumps ökonomisches Kalkül nicht aufgehen wird. Ein Blick auf die Börsenentwicklung zeigt, dass die Anleger ihren Präsidenten eher als Heilsbringer und Garant für einen Wirtschaftsboom sehen.

Um zu einer solchen Aufassung zu gelangen, muß man allerdings das ausgeprochen umfangreiche Wirtschaftsprogramm von Trump kennen. Obwohl es bei Google leicht nachzulesen ist, ähnelt es hierzulande einem fremden und unbekannten Wesen.

Einfuhrzölle sind in dem Trumpschen Wirtschaftsprogramm nur ein Punkt unter vielen. Ob dieser eine Programmpunkt tatsächlich umgesetzt wird, kann man mit Fug und Recht bezweifeln. Nicht nur, weil es um dieses Thema still geworden ist. Der Hauptgrund ist wohl, dass Einfuhrzölle zu Gegenmaßnahmen der Handelspartner führen und bei einem Handelskrieg auch die USA verlieren.

Unbekannt

23.02.2017, 18:42 Uhr

Die vielen Freunde deutscher Autos in den USA können sich freuen. Die werden nämlich jetzt billiger.

Herr Trump kann ja auch gar nicht schnell neue Zölle einführen, ohne jahrelange
Rechtsstreitigkeiten. Auch die steuerliche Absetzbarkeit von Importen einschränken geht nicht ohne Kündigung der WTO Verträge. So lernt er auch mal, was "non tarif trade barriers" sind.

Der gute Mann hätte sich besser vor der Wahl mal informiert. Der Begriff Fake-News wird ihn nicht über 4 Jahre tragen.

Wir sollten mal ganz ruhig abwarten, was da auf uns zukommt.

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